Mit der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines wurden nicht nur Stahlrohre auf dem Grund der Ostsee zerstört, sondern auch die Lebensader der deutschen und westeuropäischen Energieversorgung durchtrennt. Unternehmen gerieten unter Druck, Produktionsstandorte wurden verlagert und die wirtschaftliche Stabilität Europas geriet ins Wanken. Und während die offiziellen Ermittlungen bis heute zu keiner wirklich überzeugenden Schlussfolgerung geführt haben und sich die Mainstream-Medien auf eine einzige Erklärung konzentrieren, stellt dieser Dokumentarfilm entscheidende Fragen - und liefert Antworten, die in der Politik niemand hören will.
Der Film präsentiert eine Reihe von Interviews mit internationalen Experten, Journalisten und einem ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter. Zu Wort kommen unter anderem der Investigativjournalist Dirk Pohlmann, der MIT-Physiker Theodore Postol - er ist ein ehemaliger Berater des Pentagon -, der Friedensforscher Ola Tunander, der frühere CIA-Analytiker Ray McGovern und der schwedische Ingenieur Erik Andersson, der die Trümmer der Pipelines mit einer eigenen Unterwasserdrohne analysiert hat. Sie schildern die technischen Hintergründe und gehen der Frage nach, inwieweit es plausibel erscheint, dass die Besatzung einer kleinen Segeljacht - der Andromeda - die Sprengung herbeigeführt haben kann. Sie klären zudem darüber auf, wo die wahren Strippenzieher des Anschlags sitzen, und ordnen ihn in einen breiteren geo- und machtpolitischen Kontext ein.
Dieser Dokumentarfilm ist Sprengstoff - denn er fordert die Zuschauer auf, sich mit unbequemen Wahrheiten auseinanderzusetzen, die zu der Frage führen, inwieweit alte politische und militärische Bündnisse noch tragfähig sind. Oder ob es für Deutschland und die Staaten der EU an der Zeit ist, sich aus ihnen zu lösen und in einer sich abzeichnenden multipolaren Weltordnung für ihre politische und wirtschaftliche Autonomie zu kämpfen. Gelingt dies, könnten sich die Explosionen auf dem Boden der Ostsee nachträglich als Weckruf erweisen.