Emotional und düster
Nach dem ersten Band musste ich Gefährliche Liebe sofort weiterlesen - und dieses Buch hat mich tief getroffen. Obwohl die Grundhandlung bekannt ist, machen die zusätzlichen Szenen und die größere Tiefe die Geschichte noch intensiver als der Film. Ich war von Anfang an wieder vollkommen drin.Katniss hat mir erneut das Herz gebrochen. Ihre Situation ist noch unfairer als zuvor, der Druck des Kapitols allgegenwärtig. Man spürt ihre Angst, ihre Überforderung und ihre innere Zerrissenheit auf jeder Seite. Gerade die vielen Lügen und Spannungen, besonders im Umgang mit Peeta, haben mich emotional sehr mitgenommen. Peeta selbst war für mich wieder ein Lichtblick - ruhig, mutig und menschlich, sobald ihm klar wird, was wirklich auf dem Spiel steht.Die neue Arena ist schlicht genial und erschreckend zugleich. So durchdacht, so grausam und psychologisch belastend, dass die Spannung kaum auszuhalten ist. Dazu kommen starke neue Charaktere, die der Geschichte noch mehr Tiefe verleihen.Das Ende hat mich völlig sprachlos zurückgelassen. Es endet genau dort, wo man verzweifelt weiterlesen möchte. Gefährliche Liebe ist keine Liebesgeschichte, sondern ein düsteres, emotionales Spiel um Macht, Kontrolle und Überleben. Für mich ein dystopisches Meisterwerk - 5 von 5 Sternen.