Schöne, aber kurzlebige Geschichte, er man auch ihr Alter anmerkt.
Die Geschichte ist ganzschön, aber auch kurzlebig und sehrleicht und absolutvorhersehbar. Mitknapp 150 Seiten und großer Schrift gibt eskaum Komplexität, was aber bei einem Kinderbuch wohl auch normal ist.Ich habe das Buch ausLehrkraftperspektivegelesen, um zu testen, ob es eventuell etwas für eine Klasse ist.Obwohl natürlichpädagogische Themen verhandelt werden (Freundschaft, Gruppendruck, Inklusion, innerer Zwiespalt zwischen Schutz und Ehrlichkeit,Rassismus,...) und man mit einzelnen Ausschnitten sicherlich gut arbeiten kann, würde ich das Buch nicht mehr lesen.Manmerkt dem Buch sein Alter dann doch an und da würde ich eher etwas Aktuelleres wählen.DerUmgangston ist sehr rauundoftmals auch körperlich - nicht nur zwischen den Kindern, auchVäter werden reihenweise alsgewalttätiggezeichnet und sogar Feuerwehrmänner sprechen davon, Kinder für Fehlverhalten schlagen zu wollen. Aus Erwachsenenperspektive fand ich es interessant zu sehen, wie normalisiert so etwas in einem Buch aus der Zeit ist - in der Schule wäre hier meiner Meinung nach zu viel Aufarbeitung nötig.Das Thema Rassismus und Vorurteile wird - zwar flach, aber - für Kinder angemessen behandelt. Allerdings richtet sich der Rassismus in Zeiten der Gastarbeiterwellen besonders gegen Italiener ("Spaghettifresser") - auch hier wäre zu viel Einordnung nötig, wenn ich es mit einer Klasse lesen würde.Fazit: Einkurzlebiges und vorhersehbares Kinderbuch, daswichtige Themenaufgreift, v.a.mit Gewaltals Produkt einer anderen Zeit aber sehrunkritisch umgeht. Ich persönlich würde es heutzutage mit Schulklassen nicht lesen und da eher zu etwas Aktuellerem greifen.Vorstadtkrokodilebekommt von mir3/ 5Sterne.