Wien im Jahr 1881: Der junge August verlässt die Armee und freut sich auf einen unbeschwerten Sommer in seiner Heimatstadt, bevor er im Herbst seine Arbeit in der Schokoladenfabrik seines Onkels aufnimmt. August besitzt eine außergewöhnlich feine Nase. Düfte und Erinnerungen inspirieren ihn zu einzigartigen Schokoladenkreationen.Als die geheimnisvolle Elena in sein Leben tritt, öffnet sich für ihn eine neue Welt voller Sinnlichkeit, Unsicherheit und Hoffnung. Der Duft von Schokolade wird dabei zum Symbol für Verlangen, Freiheit und all das, was unerreichbar scheint. Doch mit den ersten großen Gefühlen kommen auch Zweifel, Verantwortung und die Frage, welchen Weg man im Leben wirklich gehen möchte.Ein Schicksalsschlag wirft August vollkommen aus dem Konzept. Er stürzt sich förmlich in Arbeit und versucht mit seiner neuen Lebesrealität klar zu kommen. Ewald Arenz erzählt diese Geschichte ruhig, zurückhaltend und mit großer Sensibilität für Zwischentöne. "Der Duft von Schokolade" ist kein lauter Roman über Leidenschaft, sondern ein nachdenkliches Buch über Erinnerung, Verlust und die Frage, wie wir mit den Wegen umgehen, die wir (noch) nicht gegangen sind.