3,5 Sterne, nicht das beste Buch der Reihe
Frieda Klein ist noch dabei, sich von den Vorfällen am Ende des letzten Bandes zu erholen, als sie unfreiwillig wieder in einen Mordfall hineingezogen wird. Gleichzeitig versucht der unsympathische Polizei-Psychologe, sie mit einem gefakten Psychopathen hereinzulegen, der sie im Endeffekt aber auf die Spur zahlreicher verschwundener Mädchen bringt. In ihrem gewohnten Stil macht Frieda sich natürlich auf, um Licht ins Dunkel zu bringen.Dieser Band las sich für mich leider mühsamer als die bisherigen. Mit über 500 Seiten ist es recht lang und streckenweise auch (zu) langatmig geschrieben. Die Stimmung ist durchgehend düster und regnerisch, gleichzeitig ist es irgendwie überall, wo Frieda hinkommt ¿ durch die Umstände auch in ihrem eigenen Zuhause ¿ chaotisch, laut und dreckig.Ganz London, so bekommt man den Eindruck, ist eigentlich ein dreckiges Loch, voller unfertiger Baustellen, Müll und ungewaschener Menschen. Da Frieda immer zu Fuß geht und dabei ausführlich beschrieben wird, was sie sieht, wird dieser Eindruck auch stetig aufrecht erhalten.Auch DCI Karlsson und Yvette sind natürlich wieder dabei, diesmal ermitteln die Protagonist:innen aber parallel an zwei unterschiedlichen Fällen, sodass man teilweise den Eindruck hat, zwei Bücher gleichzeitig zu lesen. Für mich hätte es insgesamt temporeicher erzählt werden können, das Ende war gewohnt tragisch und irgendwie hoffnungslos.