Sofern der Spannungs-Aspekt nicht allzu wichtig ist, eine nette Weihnachtslektüre.
Wer bereits einen der Weihnachtskrimis von Elke Pistor gelesen hat, dürfte wissen, was ihn in "Makrönchen, Mord & Mandelduft" erwartet: eine einzelgängerische, verbissene Hauptfigur, welche unerwartet in die Ermittlungen zu einem Kapitalverbrechen hineingezogen wird und dabei mithilfe neuer Bekanntschaften allmählich ihre Eigensinnigkeit zu überwinden lernt.Die Atmosphäre war gewohnt locker und voll von unterschwelligem Humor; Annemie als Protagonistin so liebenswert, dass sie inzwischen noch zwei Sequels bekommen hat. Mir gefiel das Setting des Niedelsinger Weihnachtsmarkts wirklich gut - die Vielzahl an Standführern löste nicht nur ein behagliches Gefühl der Kuscheligkeit aus, sondern hielt auch die Identität des Mörders bis zum Schluss im Unklaren. Das Finale mag ein wenig melodramatisch gewesen sein, gleichwohl freue ich mich auf die weiteren Abenteuer von Annemie und ihrem jungen Café-Helfer Farin.Fazit: Ein sogenannter "Cozy-Krimi" mit Weihnachts-Thema. Wenn die Spannung nicht an erster Stelle stehen muss, kann man guten Gewissens zugreifen!