Nachdem ich bereits ein Buch von Emma Scott abgebrochen hatte, war ich gespannt, ob mich diese Geschichte diesmal begeistern könnte. Und in der Tat war es besser, hatte für mich jedoch auch einige Schwächen.Theas Krankheit wurde zu Beginn gut in Szene gesetzt. Ich konnte nicht so ganz nachvollziehen, dass sie immer wieder dieselben Formulierungen genutzt hat, da ich denke, dass ein Mensch in einer neuen Situation zwar evtl. etwas ähnliches sagen würde, aber dass es ein genaues Wort für Wort Skript gab, fand ich etwas befremdlich. Teilweise war das auch etwas nervig, aber weil es ja zu ihrem Krankheitsbild gehörte, kam ich damit klar.Was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, war Jims Obsession mit Thea. Klar, sie lernen sich kennen, er findet sie attraktiv und nett. Aber spätestens, als er erfahren hat, dass sie eine Patientin ist, hätte diese Anziehung doch schlagartig nachlassen müssen. Sie hätte sich ja gerne wieder aufbauen können, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Männer sich so verhalten. Die Geschichte startete wirklich gut, meine Faszination kippte allerdings, als Theas Behandlung und vermeintliche Heilung dann innerhalb weniger Seiten mal eben abgehandelt wurde. Das war doch eine wirklich große Sache, hätte die Autorin nicht wenigstens ein ganzes Kapitel darauf verwenden können?Die Lovestory entwickelte sich ab dann auch viel zu schnell. Nicht falsch verstehen, es war gut geschrieben und ich habe mich unterhalten gefühlt, das Buch liest sich wirklich zügig weg, aber erwachsene Menschen, die sich so in etwas hinein stürzen, den anderen bei dummen Entscheidungen unterstützen...na ja, das war nicht so mein Fall.Die Figuren mochte ich an und für sich ganz gern. Wobei Thea absolut nervig sein konnte, wenn sie ihren Willen nicht bekam. Wirklich an ihre Mitmenschen gedacht hat sie nicht. Den Epilog fand ich dann etwas drüber. Warum immer diese happy happy happy Ends und kein vernünftiges Ende, as wenigstens einigermaßen der Realität entspricht?Fazit: Die Geschichte war unterhaltsam, an vielen Stellen aber auch schwach.