Liebevolle Charaktere und ein warmherziger Umgang mit dem Leben nach dem Tod
Wallace ist ein erfolgreicher und skrupelloser Anwalt. Er wird in seiner Kanzlei, unter seinen Partnern gefürchtet. Da kommt es ihm doch sehr ungelegen, dass er eines Tages einfach tot umfällt. Sein Privatleben war kaum existent, kein Wunder also, dass sich kaum jemand zu seiner Beerdigung einfindet. Seine Exfrau ist nur darauf aus, schnell zu verschwinden und seine Partner aus der Kanzlei sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt als um ihn zu trauern. Ein Mädchen kommt ihm allerdings von Anfang an etwas suspekt vor. Als sich herausstellt, dass sie ihn als Einzige wahrnehmen kann, erklärt sie Wallace, dass sie ein Sensenmann ist und ihm helfen will sich in seinem Leben nach dem Tod zurecht zu finden. Wallace ist so gar nicht einverstanden mit seinem Ableben und geht davon aus, dass er nur um sein Leben feilschen muss, um es wiederzubekommen. Mei, so der Name des Sensenmanns bringt ihn in ein Café auf dem Land. Dort lebt Hugo, der Fährmann, der den verstorbenen Seelen beim Übergang ins Jenseits Hilfestellung gibt. Doch Wallace ist noch lange nicht soweit ins Jenseits überzugehen. Doch für ihn beginnt eine Reise zu sich selbst mit der er nicht gerechnet hatte. Denn hier am Ende seiner Zeit lernt er so viel mehr über die Dinge, die wirklich wichtig sind und vor allem über die Liebe. Wieder einmal ein ungewöhnlicher, so warmherziger und zum Nachdenken anregender Roman, der mir unglaublich viel Spaß gemacht hat und der lange in mir nachhallen wird.