Teilweise langatmig & holprig zu lesen, doch die emotionalen Textpassagen, die mich sehr berührt haben, konnten den Lesempfinden ausgleichen
"Dark Ivy - Halt mich fest" ist der 2. Band des Dark-Academias-Duetts aus der Feder von Nikola Hotel.Band 1 "Dark Ivy - Wenn ich Falle" habe ich bereits 2023 gelesen, deswegen hatte ich anfangs auch etwas Schwierigkeiten mich wieder in die Feinheiten der Geschichte einzudenken. Hängengeblieben ist bei mir über die Monate vor allem aber der krasse Cliffhanger des Buches und der Drang zu wissen, wie es weitergeht.Insgesamt empfand ich den 1. Teil der Reihe damals als holprig und zunehmend dahinplätschernd, trotz des atemberaubenden Settings auf Ivy Island und den interessanten Protagonisten. Auf den letzten Seiten wurde die Geschichte aber zusehend spannender und spicier, was der Story des Reihenauftaktes dann doch noch 4 Sterne von mir eingebracht hat.Meine Erwartungen für die Fortsetzung der "Woodford Academy" waren also groß. ;)"Charakter zeigt sich in der Art, wie man Menschen behandelt, die nichts für einen tun können."Zitat Seite 102Der 2. Band beginnt mit der Rückkehr Williams an die "Woodford".Im Vordergrund von "Dark Ivy - Halt mich fest" steht vor allem die Trauerbewältigung nach dem Verlust eines geliebten Menschens und der Umgang mit ihr, aber auch der Kampf mit niederdrückenden Schuldgefühlen. Diese versucht William mit starken Beruhigungsmitteln in den Griff zu bekommen und rutscht dabei immer mehr in eine Abhängigkeit. Doch nicht nur Will hat mit seinen Dämonen zu kämpfen, sondern auch Eden, seine (Ex-)Freundin, und seine Clique um Kendra, Garrett und Co. haben mit dem Verlust und der Lücke ihres Freundes Devin zu ringen.Mein Leseeindruck aus dem 1. Reihenteil hat sich auch hier wieder bestätigt, denn ich fand die Story teilweise sehr langatmig zu lesen. Aber vor allem die emotionalen Passagen des Buches und die Ausarbeitung des Schmerzes und der inneren Zerissenheit von Eden und William haben Einiges beim Lesen wieder wett gemacht. Hier konnte mich Nikola Hotel wahnsinnig gut erreichen und berühren, so dass für mich die sich ziehenden Abschnitte letztendlich nur ein kleiner Wermutstropfen waren.