Sehr emotional und mitreißend.
Nachdem ich den ersten Band "am Ende sterben wir sowieso" bereits gelesen hatte, war mir klar, dass ich unbedingt das Prequel (und hoffentlich auch bald das Sequel) lesen muss. Zuallerst möchte ich das Cover des Buches loben, das wirklich gut gelungen ist. Der Tod ist hier auf verschiedene Weisen untergebracht (die Brücke als Totenschädel, der Sensenmann darauf und der Schatten, der ebenfalls der Tod ist), was mir erst nach mehrmaligem Anschauen aufgefallen ist. Wirklich tolle Arbeit!Die CharaktereBeide Hauptcharaktere, Orion und Valentino, waren sehr sympathisch und gut nachvollziehbar. Durch die wechselnden Perspektiven hatte ich einen guten Einblick in ihr Innenleben; ihre Wünsche, Träume und Visionen. Das hat es mir leicht gemacht, mich in die beiden hineinzuversetzen. Auch alle anderen Charaktere, die in dem Buch vorkamen, hatten Tiefe und wirkten lebendig. Das hat mir wirklich gut gefallen.Die GeschichteIch war auch Plottwists vorbereitet und auch auf schockierende Dinge (der Hauptband hat mich dahingehend ja schon vorbereitet), aber ich war dennoch sehr überrascht über einige Wendungen. Es hat mir stellenweise wirklich sehr das Herz zerissen.Der SchreibstilDer Schreibstil ist das einzige, was ich ein bisschen kritisieren würde. Generell fand ich ihn gut. Flüssig lesbar, genug Details damit man die Bilder vor Augen hat, aber nicht zu viele als das man das Bild aus den Augen verliert. Leider fand ich manche Sprechweisen von Charakeren ein bisschen seltsam. Jedes Mal wenn O-Bro vorkam, hat sich etwas in mir gewunden. Wobei ich mir da auch nicht sicher bin, ob es an der Übersetzung liegt. Vielleicht ist es im Englischen normaler. Aber das ist auch wirklich meckern auf hohem Niveau. FazitDefinitiv lesenswert! Die letzten 50 Seiten musste ich stoppen, weil ich vor Spannung nicht mehr weiterlesen konnte und wollte. Dieser Band steht dem Hauptband in keiner Weise nach und ist sehr empfehlenswert!