Starke Protagonistin, tolles Worldbuilding und emotionale Love Triangle.
Isla ist die Herrscherin des Wildfolk, dessen Angehörige über die Macht der Natur gebieten. Allerdings wird die Macht des Landes und der Wildlinge schwächer, was an einem Fluch liegt, der vor 500 Jahren über alle Völker gebracht wurde, die damals auf Lightlark lebten.Bei jedem der Völker hat der Fluch eine andere Wirkung, denn er richtet ihre jeweiligen Stärken gegen sie.Mitglieder des Wildfolk sind berüchtigt dafür, wunderschön und besonders begabte Verführer zu sein. Der Fluch sorgt bei ihnen dafür, dass sie jeden töten müssen, der sich in sie verliebt. Außerdem müssen sie sich von menschlichen Herzen ernähren.Kein Wunder also, dass Isla ihr Volk so schnell wie möglich von dem Fluch befreien will. Auf die entsprechende Chance wurde sie seit ihrer Kindheit intensiv vorbereitet, denn nur alle 100 Jahre kommen alle sechs Herrscher für 100 Tage wieder auf Lightlark zusammen, um sich dem Centennial zu stellen. Einem Wettkampf der Herrscher, bei dem sie die Chance haben, den Fluch zu brechen und große Macht zu erlangen.Mein EindruckLightlark ist der erste und namensgebende Band einer Romantasy-Reihe von Alex Aster.In der Geschichte begleiten wir Isla, die junge Herrscherin des Wildfolk, die zu ihrem ersten Centennial reist. Bis zu diesem Tag wurde sie von ihren Hüterinnen von allem und jedem ferngehalten, weil sie ein Geheimnis hat, das auf keinen Fall entdeckt werden darf. Das führt dazu, dass Isla zwar bestens ausgebildet ist, wenn es um Kampfkunst geht, doch der Umgang mit Leuten, die es vielleicht nicht unbedingt gut mit ihr meinen, ist neu für sie.Da es beim Centennial aber um Leben und Tod geht, nicht nur für die Herrscher, sondern auch ihre Völker, muss Isla sich schnellstmöglich an die ungewohnte Situation anpassen. Die Entwicklung, die sie dabei durchmacht, ist richtig gut beschrieben und macht Isla zu einer starken Protagonistin - in jeder Hinsicht.Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich schon mehrfach gehört, dass es eine echt starke Love Triangle hat, und ich bin bei sowas immer etwas skeptisch, weil es selten ist, dass ich das Interesse der Protagonistin für beide Love Interests verstehen kann, aber in diesem Fall wurde ich positiv überrascht. Die Autorin hat das super gelöst.Auch das Worldbuilding hat mir sehr gut gefallen, vor allem weil es sehr fantasievoll ist. Beispielsweise gibt es ein sehr spezielles Magie- oder vielleicht eher Machtsystem, das in Kombination mit der interessanten Hintergrundstory die perfekte Umgebung für einen spannenden Wettkampf schafft. Auch der Centennial selbst ist gut durchdacht, denn er setzt sich aus verschiedenen Aufgaben zusammen, die die Herrscher sich teilweise gegenseitig stellen und am Ende kommt dann der große Showdown. Allerdings geht es hier nicht nur darum, gegeneinander anzutreten, um die eigene Macht zu demonstrieren. Es geht darum, dass die Herrscher ihre Völker retten wollen, die sonst, aufgrund des sicher verschlimmernden Fluchs, dem Untergang geweiht sind.FazitBesonders begeistert hat mich die Protagonistin, die in dieser Geschichte echt viel mitmachen muss, sich aber irgendwie doch immer wieder durchbeißt. Auch bei allem um sie herum passt für mich alles perfekt.