Elin, eine norwegische Journalistin, kehrt mit Anfang dreißig in ihr Heimatdorf zurück, um nach dem Tod der Mutter das Elternhaus zu räumen und zu verkaufen. Ihre beiden Brüder und ihr Vater sind bereits bei einem Erdrutsch tödlich verunglückt, als sie 10 Jahre alt war. In Rückblicken erfahren wir die Geschicht der Familie, während wir Elin bei der Trauerbewältigung begleiten und der Suche nach ihrem Platz im Leben, nach Liebe, Sinn und Selbsterkenntnis. Man spürt, wie sie bestimmte Situationen nicht an sich heran lassen kann, ist doch ihr Leben von diesen Erfahrungen überschattet. Während sie die Vergangenheit aufarbeitet und der Geschichte ihrer Eltern nachspürt, gelingt es der Schriftstellerin dies so spannend zu erzählen, dass es sich fast wie ein Krimi anfühlt. Doch auch die skandinavische Lebensart und Natur kommen nicht zu kurz. Und ob und wie es ihr gelingt sich der Liebe zu öffnen ist fesselnd beschrieben. Zum Ende überrascht die Geschichte, erscheint aber auch leicht überfrachtet. Trotzdem gut geschrieben, spannend, lesenswert.