Ein klassischer zweiter Teil der gerne hätte gekürzt werden können.
Nachdem Lore ihren Körper verlassen hat, bleibt Leaf allein bei den Exorzisten zurück. Doch diese setzen nun noch weniger Vertrauen in sie als bisher. Und das wohl zurecht. Denn Leaf bemerkt einen Hunger in sich, der seit Lores Verschwinden nur noch größer wird. Bei den Exorzistenspielen soll Leaf beweisen, dass sie sich und ihre Kräfte unter Kontrolle hat. Doch zwischen Exorzisten, Dämonen und Vampiren ist es nicht so einfach, am Leben zu bleiben. Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich den ersten Band der Trilogie gelesen habe und so musste ich mich wieder etwas in die Geschichte hineinfinden. Leaf ist für mich immer noch eine taffe Protagonistin, die auch im zweiten Band der Reihe Einiges durchmachen muss. Besonders der Kampf mit der Dunkelheit in ihrem Inneren war sehr interessant. Ich fand es sehr schön, dass wir in diesem Band etwas mehr über Crain und Zero erfahren besonders in den Szenen, in denen sie Zeit mit Leaf verbringen. Im Gegensatz dazu kam für mich Lores Geschichte viel zu kurz. Nachdem Leafs und Lores Wortgeplänkel im ersten Teil für mich ein Highlight waren, war von dieser Verbindung im zweiten Band leider gar nichts mehr zu spüren. Auch Falco blieb leider weiterhin viel zu unnahbar für mich. Und reden wir lieber nicht über Tempest. Selten habe ich einen Charakter in einem Buch so wenig gemocht wie sie. Was die Spannung betraf, haben wir es für mich hier mit einem klassischen zweiten Band zu tun, der gut und gerne auf die Hälfte gekürzt hätte werden können. Einige Passagen wurden sehr schleppend erzählt, während der Klappentext bereits viel zu viel von der Geschichte preisgibt. Ich werden den finalen Band der Reihe noch lesen, da ich wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht, doch dieser Band konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.