In meinen Augen nur lesbar, wenn man die anderen Reihen der Autorin kennt. Kein Standalone. Mexiko spielt fast keine Rolle. Mogelpackung.
In meinen Augen ist dieses Buch nur lesbar, wenn man die anderen Reihen der Autorin kennt. Leider fehlt darauf ein Hinweis in Beschreibung oder Klappentext. Leider spielt auch Mexiko nur eine untergeordnete Rolle. ***Kennt ihr das, wenn ihr einen neuen Partner habt und der nimmt euch das erste Mal mit zu einem Treffen mit seinem Freundeskreis, der sich schon seit Ewigkeiten kennt - und ihr steht den ganzen Abend da, versteht vor lauter Insiderwitzen nur ein Drittel aller Gespräche, verwechselt dauernd die Namen und obwohl alle super nett sind und wirklich versuchen, euch einzubinden, fühlt ihr euch die ganze Zeit im falschen Film?Flowers & Bones ist dieses Gefühl in Buchform.Hätte ich vorher ein paar der schlechteren Bewertungen gelesen, wäre mir dieser Fehlkauf erspart geblieben, denn es haben schon einige angemerkt, dass diese Dilogie nur dann verständlich ist, wenn man zwei andere Reihen der Autorin bereits kennt.Ich fand die Idee einer Romantasy um eine Catrina und den mexikanischen Totenkult super und habe mir die beiden wunderschönen Bücher sofort spontan in meiner lokalen Buchhandlung gekauft.Leider geht es in dem Buch ungefähr zehn Seiten um Mexiko, danach spielt die ganze Handlung in Irland, um mexikanische Bräuche, Folklore und Mythen geht es, abgesehen davon, dass eben eine Catrina vorkommt, wenig bis gar nicht. Insgesamt wirkt Protagonistin Valentina wie eine Nebenfigur in ihrem eigenen Spin-off. Es wird eine Unzahl an Charakteren aus den anderen Reihen einbezogen, oft nur mit minimaler Einführung. Ich habe zwischendurch immer wieder verwirrt hin und her geblättert, in dem festen Glauben, irgendwo mindestens ein Kapitel übersprungen zu haben. Dadurch, dass so viel Wissen aus den anderen Reihen vorausgesetzt wird, macht die Handlung immer wieder Sprünge, bei denen man als neuer Leser nicht richtig mitkommt.Ich habe wegen der wunderschönen Gestaltung mit Farbschnitt und meiner Begeisterung für das (vermeintlich) mexikanische Setting direkt beide Bände gekauft, habe sie aber, nachdem ich mich durch Band 1 gequält habe, beide ins Tauschregal gestellt, weil ich auf Band 2 überhaupt keine Lust mehr hatte. Schade um das Geld. Mit einem deutlicheren Hinweis auf dem Klappentext, dass die Dilogie stark in bestehende Reihen eingebunden ist, hätte diese Enttäuschung vermieden werden können.Wer ein wirklich großartiges Setting rund um den Tag der Toten lesen möchte, dem empfehle ich Cemetry Boys von Aiden Thomas (queere YA).