Ein guter Auftakt, allerdings sind die Protagonisten mehr als anstrengend.
Worum geht es?:Weil ihre Mutter wieder geheiratet hat, muss Noah nach Kalifornien ziehen und ihr ganzes Leben hinter sich lassen. Sie hasst alles dort: die protzige Villa, den stinkreichen Stiefvater und ganz besonders ihren neuen Stiefbruder Nicholas. Der sieht aus wie ein junger Gott, ist unglaublich arrogant und macht ihr das Leben zur Hölle. Bald entdeckt Noah, dass er ein geheimes Doppelleben führt, von dem sein Vater keine Ahnung hat: Gangs, illegale Autorennen und wilde Partys. Sie ist fest entschlossen, sich von Nick fernzuhalten, doch das gelingt ihr immer weniger, Stiefbruder hin oder her ... Das Cover:Das Cover von Culpa Mía ist auf den ersten Blick ganz süß gestaltet und vermittelt durch die girly Farben den Eindruck, man würde ein klassisches Young-Adult-Buch erwarten. Tatsächlich bewegt sich die Geschichte aber deutlich stärker im New-Adult-Bereich. Obwohl das Cover insgesamt schön gestaltet ist, war die Umsetzung des Buchlayouts persönlich nicht meins - die Schrift ist viel zu groß und wirkt dadurch wenig ansprechend.Der Schreibstil:Der Schreibstil ist in der Ich-Perspektive gehalten und wechselt zwischen Noah und Nick. Die Kapitel sind recht lang, teilweise über zwanzig Seiten, was bei mir das Gefühl erzeugt hat, nur sehr langsam voranzukommen. Dennoch sind die Erzählstränge unterhaltsam und schaffen es, die Spannung aufrechtzuerhalten, sodass man trotz der Länge am Ball bleibt. Die Hauptfiguren:Noah ist ein Teenager, der nach der Hochzeit ihrer Mutter gezwungen ist, von Kanada in die USA zu ziehen, um mit ihrem Stiefvater und ihrem Stiefbruder zu leben. Von Anfang an ist sie gegen die Ehe und begegnet Nick mit deutlicher Antipathie. Ihr Verhalten ist zu Beginn extrem bockig und unsympathisch, was es schwer macht, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Mit der Zeit entwickelt sie Gefühle für Nick, die sie jedoch unbedingt geheim halten möchte - schließlich ist er ihr Stiefbruder. Ihre spätere Charakterentwicklung, besonders durch die Freundschaft zu Jenna, hat mir gut gefallen und sie deutlich sympathischer gemacht.Nick hingegen ist ein reicher, wohlerzogener Student, der die neue Ehe seines Vaters kritisch sieht. Für ihn wirken seine Stiefmutter und Noah zunächst geldgierig und unehrlich. Noahs rebellische Art geht ihm von Anfang an auf die Nerven, gleichzeitig fasziniert sie ihn aber auch, weil sie sich nicht einschüchtern lässt. Für Nick ist Noah anders als alle Mädchen, die er bisher kannte, und obwohl er sich geschworen hat, keine Beziehung einzugehen, entwickelt auch er Gefühle für sie.Endfazit:Nachdem ich die Serie auf Amazon Prime gesehen habe, wollte ich unbedingt auch die Bücher lesen. Ich habe mich mit diesem ersten Band allerdings schwer getan - vor allem wegen Noahs Verhalten, das oft anstrengend war und mir unverständlich erschien, da man ihr vieles durchgehen lässt. Trotzdem war das Buch unterhaltsam, und besonders das Ende wurde sehr spannend erzählt. Ich bin neugierig, wie es im zweiten Band weitergeht.Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sternen.