Mittelmäßiger Abschluss einer mittelmäßigen Reihe
Nach dem Cliffhanger von Band 2 war ich gespannt auf Band 3 und habe einen spannenden Abschluss erwartet. Leider wurden diese Erwartungen nicht wirklich erfüllt. Statt Antworten auf die offenen Fragen oder mehr Informationen zu Jacks zu bekommen, dreht sich der Großteil der Handlung um Apollo und seine Obsession mit Evangeline. Das wirkt schnell überladen und zieht sich, gerade weil Jacks nur sporadisch auftaucht.Evangelines Gedächtnisverlust ist zwar ein spannender Ansatz und wie sie Stück für Stück Erinnerungen zurückerhält, fand ich durchaus gelungen. Auch Apollos Gedankenwelt gibt interessante Einblicke, trotzdem war er als Figur für mich insgesamt "zu viel" und fühlte sich eher wie ein Lückenfüller an. Die Beziehung zwischen Evangeline und Jacks, die eigentlich das emotionale Zentrum der Reihe sein sollte, kommt dagegen viel zu kurz. Besonders im Mittelteil fehlte die gemeinsame Zeit, wodurch ihre Liebesgeschichte kaum Gelegenheit hatte, weiter zu wachsen. Das Ende war dann recht abrupt und hätte mehr Raum verdient, vor allem im Epilog wirkte es fast so, als wolle die Autorin die Geschichte schnell beenden.Die Grundidee der Reihe ist spannend, doch gerade im Finale fehlte die Verbindung zu den Vorgängerbänden, die erst im letzten Drittel wirklich spürbar wurde und da war es dann leider fast schon wieder vorbei.Insgesamt ist der 3. Band ein unterhaltsames, aber schwaches Finale, das zu sehr von Apollo dominiert wird und die eigentlich interessante Dynamik zwischen Evangeline und Jacks vernachlässigt. Für Fans der Reihe noch lesbar, aber für mich kein überzeugender Abschluss.