Viel Musikbusiness, wenig Liebesgeschichte und insgesamt mir persönlich lange Zeit zu langweilig. Dennoch hatte die Story Potenzial.
Eigentlich mag ich ja Geschichten, in denen es um Musik geht und irgendwie konnte ich Sukis Reise in diesem Buch auch absolut nachvollziehen, egal ob die anfänglichen Zweifel am eigenen Talent, über die teilweise schon bösartigen und kompromisslosen Mittel der Musikbranche, bis hin zur letztendlichen Einsicht, und doch fand ich diesen Roman in großen Teilen einfach nur langweilig.Vor allem finde ich, dass die Musikkarriere von Suki mit all ihren Pros und Contras viel zu sehr im Mittelpunkt stand und was sie in Bezug darauf erlebt, wurde mir persönlich auch zu sehr in die Länge gezogen. Dafür begann die Liebesgeschichte erst ziemlich spät an Fahrt aufzunehmen und es wurde auch lange nicht aufgelöst, warum sich Suki und River eigentlich nicht ausstehen können. Es gab zwar immer wieder Anspielungen, aber so richtig zum Punkt kam die Autorin erst gegen Ende der Geschichte. Überhaupt hat sich vieles am Ende gebündelt, während die Geschichte ungefähr die ersten dreihundert Seiten nur so vor sich hin plätscherte, zumal ziemlich schnell klar wurde, wie toxisch das Musik Label wirklich ist.Was die Charaktere angeht, so fand ich diese im Großen und Ganzen wirklich in Ordnung und durchaus nett. Ich mochte zum Beispiel Suki ganz gern, obwohl sie schon recht naiv ist und sich ziemlich lange herumschubsen lässt. Andererseits konnte ich das aber auch verstehen, da man wohl nicht oft die Möglichkeit bekommt, im Musikbusiness groß rauszukommen und außerdem macht sie ihre kleinen Fehler auch irgendwie menschlich. River mochte ich ebenfalls ganz gern und fand ihn echt sympathisch. Allerdings hätte er auch hier und da ein paar Ecken haben können. Diese hatte hingegen Presley Wren, die ich von allen am interessantesten fand und auf deren Geschichte ich mich in Band zwei bereits freue.Alles in allem war dieser Roman okay, hätte aber durchaus packender sein können. Mich hat er jedenfalls nicht mitgerissen, wenn die Geschichte auch viel Potenzial hatte und gerade das Thema Musikbranche größtenteils sicher ziemlich realistisch widerspiegelt. Dennoch bin ich gespannt auf Band zwei rund um Presley.