¿Das Haus der langen Schatten¿ ist ein atmosphärischer Gruselroman, der vor allem durch sein Setting und die geheimnisvolle Grundstimmung punktet. Ambrose Ibsen versteht es wie gewohnt, eine düstere, leicht unheilvolle Atmosphäre aufzubauen, die einen neugierig weiterlesen lässt.Allerdings wirkt die Geschichte insgesamt etwas zu langatmig. Viele Szenen ziehen sich, ohne dass wirklich etwas passiert, wodurch der Spannungsbogen immer wieder abflacht. Wer auf echte Schockmomente oder tiefenpsychologischen Horror gehofft hat, wird hier wohl eher enttäuscht ¿ das Buch bleibt deutlich weniger schaurig als erwartet.Trotzdem ist die Erzählung ¿ganz nett¿ zu lesen, vor allem für Fans von subtilen Schauergeschichten und langsamer Spannung. Die Idee hat Potenzial, doch ein strafferer Plot und mehr Intensität hätten dem Roman gutgetan.Insgesamt ein solides, aber nicht herausragendes Werk im Genre.