Erstklassiges Buch, schöne Aufmachung, spitzenmäßige Geschichte aber Vorsicht: Tränenalarm!
"Leaving Leo" - ein Titel, wie er passender nicht sein könnte, erzählt die Geschichte des drittältesten Preston-Sprosses und seiner Jugendliebe Mia."Leaving Leo" ist der dritte Teil der Reihe um die Preston Brothers von Jay McLean. Das Buch umfasst satte 750 Seiten und ist 2025 im Ravensburger Verlag erschienen. An dieser Stelle verweise ich ausdrücklich auf die Liste der Trigger-Warnungen im hinteren Teil des Buches.Ich habe die ersten beiden Bände gelesen und empfehle das auch jedem anderen interessierten Leser. Nicht nur, weil es dann einfacher ist, die Figuren auseinander zu halten sondern auch, weil die Bücher einfach so toll sind, dass das Lesen ein Genuss ist. Da ich den Schreibstil der Autorin bereits kenne, bin ich recht gut in die Geschichte hinein gekommen. Die vielen Zeitsprünge sind gewöhnungsbedürftig aber nötig für die Handlung. Wie man aufgrund der Seitenanzahl schon erahnen kann, enthält das Buch ab und an ein paar Längen, die man sich definitiv hätte sparen können. Aber ich finde, wenn ein Buch gut ist, dann darf es gerne ein paar Seiten mehr haben, damit ich länger darin lesen kann. Und diese Reihe ist gut. Spannend, mitreissend, berührend, überraschend. Ich habe mehrfach ein paar Tränchen verdrückt und sehr mit den Protagonisten mitgelitten. Es war jedes Mal sehr schwer, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen.Die Szenerie ist sehr gut beschrieben. Anders als in den anderen Bänden gibt es hier einen zusätzlichen Hauptschauplatz. Aufgrund der guten Beschreibungen der Autorin konnte ich mir diesen fast noch besser vorstellen als die Villa der Prestons.Auf die Geschichte von Leo hab ich mich am meisten gefreut. Einfach, weil er mir in den Vorgänger-Bänden bereits sehr sympathisch war. Dieses Bild änderte sich zwar im Laufe der Lektüre aber trotzdem hat es die Autorin wiedereinmal geschafft, ein so schönes Ende zu fabrizieren, dass ich mich mit seiner Figur am Schluss aussöhnen konnte. Das ist das Schöne an den Figuren von Jay McLean. Sie sind echt und authentisch. Anfangs erwecken Sie einen sehr sympathischen Eindruck, zwischndurch merkt man, dass es "auch nur Menschen" sind und am Schluss mag man sie wieder sehr gerne. Es ist eine Entwicklung zu sehen, die stets positiv verläuft aber eben auch zeigt, dass niemand perfekt ist.Fazit: Wieder ein toller Roman, den ich wahnsinnig gerne gelesen, ja geradezu verschlungen habe. Ich freue mich schon sehr auf die Folgebände, die ich auf keinen Fall verpassen darf. Zarter besaitete Leser weise ich auf die Trigger-Warnungen hin. Es sind tolle Geschichten aber es ist absolut nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen, eher im Gegenteil. Wie im echten Leben halt auch.