Den zweiten Band von Sia Piontek mit Kommissarin Clara Seidel konnte ich nicht lange ungelesen lassen, da ich gespannt war, wie es mit ihr privat und beruflich weiter geht.Und so wurde es schnell wieder spannend im Wendland, denn einen echten Wolf möchte ich nicht im dunklen Wald begegnen, obwohl davon ja eine große Faszination ausgeht, wie wir hier erfahren.Im Wendland fand eine Jagd statt, an deren Ende einer der Jäger tot aufgefunden wurde. Clara ermittelt und auch Lana's Neugier ist geweckt. Zusätzlich hat Clara Probleme, denn Lana's 18. Geburtstag steht vor der Tür. Der Fall erweist sich als extrem kompliziert und führt Clara und ihr Team in adlige Kreise, zu Umweltaktivisten, zu erfolgreichen Unternehmern und ehemaligen Freunden aus der Vergangenheit. Mit Schwung beginnt dieser Krimi und nimmt gleich hinein in das Wendland, Clara's Häuschen, Wald und Polizeistadion. Wie ein Wiedersehen mit vertrauten Menschen und Orten. Die Ermittlungen werden gut beschrieben, die Ansätze sind interessant und aktuell.Gewohnt flüssig und gut lesbar erzählt Sia Piontek. Man kann prima folgen, Spannung ist permanent vorhanden und das Miträtseln ist herausfordernd. Es ist interessant zu verfolgen, wie sich die Protagonisten weiter entwickeln, wie Clara neue Erkenntnisse über sich selbst gewinnt und wie sie mit ihren eigenen Unsicherheiten und Ängsten umgeht. Dies schildert die Autorin lebensnah und glaubhaft. Auch Lena verändert sich allmählich. Schön beschrieben. Mir hat dieser Fall wieder viel Spaß gemacht. Ein paar Wendungen haben mir nicht gefallen, hätte ich mir anders gewünscht. Aber so ist das Leben: es kommt anders als man denkt. Trotzdem, oder gerade deshalb, ein spannender, aktueller Krimi! Freue mich nun auf Band drei.