Ein schöner Abschluss, der nicht ganz an seine Vorgänger herankommt. Sehr emotional.
Seitdem Grace und Henry sich getrennt haben, ist Grace' Leben ein einziger Kampf. Sie kämpft mit ihren Freunden, mit ihrer Familie und allem voran mit sich selbst. Einzig auf ihren besten Freund Gideon konnte sie sich immer verlassen, doch das Verhältnis zwischen ihnen ist nach den Sommerferien angespannt und die Freundschaft hat tiefe Risse bekommen. Können sie im letzten Jahr an der Dunbridge Academy wieder zueinander finden?Meine Meinung:Der Einstieg ist mir schwer gefallen, obwohl ich mich sehr auf die Reise zurück an die Dunbridge Academy gefreut hatte. Die Rückkehr war hier mit einer tiefen Traurigkeit und auch einer gewissen Hoffnungslosigkeit belastet, was zwar zu den Charakteren gepasst, mich beim Lesen jedoch stark heruntergezogen hat.Der Schreibstil von Sarah Sprinz war dabei wie gewohnt leicht und gut zu lesen. Einzig, dass man als Leser hier direkt angesprochen wird, hat mich zunächst irritiert. Auch mit Hinblick auf die ernsten und emotionalen Themen fand ich diese Erzählweise nicht sehr passend.Mit Grace und Gideon bin ich leider auch im Verlauf nicht wirklich warm geworden, obwohl ich ihre Geschichte und ihre inneren Konflikte sehr spannend und ich ihre Sichtweise auf die Geschehnisse (besonders vom ersten Band) interessant fand. Allgemein fiel es mir schwer an der Dunbridge Academy anzukommen, weil der Fokus auf den Charakteren das Internatsleben in den Hintergrund gerückt hat.Durch den Misskommunikations-Trope hat sich hier besonders der Mittelteil und das Ende stark in die Länge gezogen und da ich den Trope nicht besonders mag, konnte mich dieser Teil der Geschichte nicht überzeugen. Vor allem auch deswegen, weil die Hauptcharaktere immer das genaue Gegenteil davon gepredigt haben. Für mich war das teilweise sehr frustrierend. Ein ständiges Hin und Her, unnötiges Drama und Misskommunikation haben den Roman für mich schwer zu lesen gemacht. Die eigentlichen Probleme wurden schließlich innerhalb weniger Seiten gelöst.Grace' und Gideons Geschichte hat mich nicht so gepackt, wie ich es mir gewünscht habe. Die Erwartungen waren definitiv hoch, vielleicht zu hoch und wurden deswegen nicht ganz erfüllt.Das Wiedersehen mit alten Bekannten war jedoch wahnsinnig toll und gegen Ende musste ich wegen einiger Szenen dann doch mit den Tränen kämpfen. Da wurde noch ein Mal verdeutlicht, was das Internatsleben so besonders macht: Zusammenhalt, Vertrauen, Freundschaft und ganz viel Liebe.Insgesamt ein guter Abschluss der Reihe, auch wenn ich mir persönlich mehr erhofft hatte.