Nach den ersten beiden Bänden war für mich klar, dass ich die komplette Reihe lesen möchte. Mich begeistert vor allem, wie unterschiedlich jedes Buch ist. Obwohl alle Geschichten in derselben Welt spielen und miteinander verbunden sind, fühlt sich jeder Band wie eine ganz eigene Geschichte an. Genau das liebe ich an solchen Standalones.Mit den Charakteren bin ich diesmal allerdings nicht so richtig warm geworden. Vor allem das Verhalten des Südwinds hat mich oft gestört. Auch wenn er als Leibwache der Prinzessin handelt, war mir seine Art viel zu kontrollierend und teilweise sogar grenzüberschreitend. Dadurch fiel es mir schwer, die Dynamik zwischen den beiden zu genießen. Prinzessin Sarai mochte ich zwar insgesamt ganz gern, sie konnte mich aber nicht vollkommen begeistern. Besonders schön fand ich jedoch ihre Leidenschaft für die Geige - das hat ihr für mich eine besondere Seite verliehen.Mein Highlight war ganz klar das Wüstensetting. Die riesigen Dünen, Oasen und Wüstenstädte haben eine unglaublich magische Atmosphäre geschaffen. Dieses Setting konnte mich von Anfang bis Ende begeistern.Da mich die Beziehung zwischen Sarai und Notos leider nicht wirklich überzeugen konnte, hat sich die Handlung für mich zwischendurch etwas gezogen. Trotzdem gab es viele spannende und schöne Momente. Besonders gefreut habe ich mich über den kurzen Auftritt von Wren und dem Nordwind. Als Sarai in die Zitadelle kam, hatte ich sofort das Gefühl, als wäre sie direkt in The North Wind gelaufen. Das hat mir richtig gut gefallen und war eine schöne Verbindung zum ersten Band. Auch, dass die vielen Türen der Zitadelle wieder eine Rolle gespielt haben, fand ich richtig gelungen.Insgesamt konnte mich dieser Band leider nicht ganz so begeistern wie seine beiden Vorgänger. Trotzdem gefällt mir die Reihe bisher richtig gut. Jeder Band erweitert diese faszinierende Welt auf seine eigene Weise, und genau deshalb freue ich mich schon sehr auf den nächsten Teil.