¿¿¿¿¿¿¿Holding the Reins hat mich direkt in dieses typische Small-Town-Setting gezogen, in dem wirklich jeder alles weiß - inklusive der Dinge, die man vielleicht lieber für sich behalten würde. CeCe kehrt nach einer alles andere als leichten Vergangenheit zurück nach Hause und trifft dort ausgerechnet auf Nash. Bester Freund ihrer Brüder, absolut tabu und natürlich maximal problematisch. Wir wissen alle, wie sowas endet.Was für mich richtig gut funktioniert hat, war ganz klar die Chemie zwischen den beiden. Das Knistern ist konstant da und das Buch hält sich mit Spice wirklich nicht zurück. Wer offene Türen mag, wird hier definitiv fündig. Dazu kommt dieses schöne Found-Family-Gefühl, das der Geschichte eine cosy Note gibt und dafür sorgt, dass man sich auf der Ranch schnell ein bisschen zuhause fühlt.Ganz ohne Aber geht's aber nicht. Nash ist sehr beschützend und teilweise auch ziemlich dominant - das kann man heiß finden oder eben nicht, je nach persönlichem Geschmack. Auch der Sprachstil ist sehr direkt und geht stellenweise (für mich) unter die Gürtellinie - persönlich ist das nicht ganz mein Geschmack, auch wenn es zur Figur passt und sicher genau die Leser*innen abholt, die so etwas mögen. Die Handlung selbst bleibt außerdem eher klassisch für das Genre und erfindet das Romance-Rad nicht neu, ebenso wie das Ranch-Setting, das mehr Atmosphäre als echtes Cowboy-Feeling liefert.Unterm Strich hatte ich mit Holding the Reins aber trotzdem eine gute Lesezeit. Viel Knistern, vertraute Tropes, ein bisschen Drama - genau die Art von Buch, die man schnell wegliest.Der nächste Band liegt schon bereit, ich bleibe also erstmal weiter an dieser Reihe dran.