Ich glaube, ich bin auf das Pferd gekommen...
¿Kurze Zusammenfassung:Wir begleiten hier unsere Protagonistin Bianca, die aus Pflichtbewusstsein den Thronerben eines benachbarten Königreichs heiratet...einzig, um Krieg und Elend von ihrem Volk fernzuhalten.Ihre Schwester gibt ihr ein verzaubertes Amulett mit, welches sie nur in größter Not öffnen soll.Als die Hochzeit mit Prinz Aric vollzogen wird, wird das ungleiche Paar in der Hochzeitsnacht von einem Auftragskiller angegriffen. In ihrer Not öffnet Bianca das Amulett ¿ doch der Zauber trifft ihren Ehemann und verwandelt ihn vor ihren Augen in ein Pferd.Plötzlich geht alles ganz schnell und Bianca muss fliehen, da sie unter Verdacht steht, Aric ermordet zu haben. Der verzauberte Prinz kann als Pferd schließlich auch nicht den Thron besteigen. Also machen sich die beiden gemeinsam auf den Weg, um den Fluch zu lösen und gleichzeitig Biancas Unschuld zu beweisen.Auf ihrer Reise stoßen sie auf viele Intrigen und Geheimnisse. Doch um diese aufzudecken, muss Aric wieder ein Mensch werden. Aber wie soll eine Frau ohne jegliche Magie einen Fluch brechen? ¿Fazit:Ich fand das Buch wirklich spannend! Auch wenn man schon recht früh ahnen konnte, wohin die Reise führen wird und das Ende dadurch etwas vorhersehbar war, konnte die Geschichte dennoch mit viel Humor und spannenden Szenen rund um die Protagonisten glänzen.Leider war mir Aric stellenweise etwas zu ¿schwächlich¿ und hat in meinen Augen viele Teile seines Kampfes auf Bianca übertragen. Trotzdem war es mal erfrischend, ein Paar zu begleiten, bei dem der männliche Part eben kein typischer ¿Shadow Daddy¿ war.Die Geschichte der beiden Protagonisten ist geprägt von Zweifeln, Ängsten und den Erwartungen des Lebens am Hofe. Besonders die Frage nach Pflicht und eigenen Wünschen spielt hier eine große Rolle. Gefühle stehen insgesamt stark im Mittelpunkt der Geschichte.Auch für Fans gleichgeschlechtlicher Beziehungen wurde hier Raum geschaffen, was ich wirklich schön fand. Zwar steht diese Art von Liebe nicht im absoluten Fokus, dennoch wirkt gleichgeschlechtliche Liebe in dieser Welt vollkommen normal ¿ und genau das wünsche ich mir auch für unsere reale Welt. Niemand sollte sich für seine Liebe verstecken oder schämen müssen.Für mich ist dieses Buch daher definitiv eine Leseempfehlung... solange man keinen riesigen Krieg oder extrem komplexe Plot-Twists erwartet. Im Mittelpunkt stehen hier vielmehr Gefühle und die Frage, wie man eigene Wünsche mit seinen Pflichten in Einklang bringen kann. ¿