Calum ist wenig begeistert. Mit seinen 14 Jahren soll er zu alt für seine aktuelle Wohngruppe sein und deswegen umziehen. Aber wieso von Chicago nach Maine? Letztlich kann es Calum egal sein, denn Freunde hat er ohnehin keine. Kaum in seiner neuen Wohngruppe angekommen, spürt er schnell, dass er nicht dazu gehört. Die anderen drei Mitbewohner lehnen ihn ab und haben offensichtlich Geheimnisse vor ihm. Doch dann ändert sich mit einem Mal alles und Calum gehört plötzlich nicht nur dazu, sondern befindet sich mit ihnen auch auf der Flucht. Der erste Band der neuen Reihe von Gina Mayer konnte mich gleich von Beginn an fesseln. Calum ist ein Teenager, der sich selbst abkapselt, weil er etwas kann, was andere nicht können. Er kann Gerüche stark wahrnehmen, zuordnen und sortieren. Da er ein Waisenkind ist, hat er keine Erklärung für seine Gabe und fühlt sich ausgeschlossen. Er hat gelernt, alles mit sich selbst auszumachen, nicht aufzufallen und doch möchte er irgendwie dazugehören. Mir wurde Calum schnell sympathisch. Die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt, so dass man sich gut in ihn einfühlen kann, während die drei anderen Protagonisten eher blass blieben. Ein Blick voraus jedoch zeigt, dass sich Band 2 aus der Sicht von Jasleen drehen wird, während Band 3 sich Miro widmet. Von daher bin ich gespannt, die anderen Teenager nach und nach intensiver kennenlernen zu können. Das Buch ist einem schönen Tempo geschrieben und hat neben einem Fantasy-Anteil auch leichte Science-Fiction und Thriller Züge. Eine perfekte Mischung, die Spannung aufkommen lässt und aktuell wirkt. Themen wie bspw. Mobbing, Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen werden thematisiert und teilweise kritisch betrachtet. Fazit:Der Einstieg in die neue Fantasy-Reihe von Gina Mayer war schwungvoll, rasant, spannend und reizte mich, gleich den zweiten Teil in die Hand zu nehmen, um sofort an der Stelle weiterzulesen, an der der erste Teil aufhörte.