Wirkt im Vergleich zu ¿Spellshop¿ wie ein aufgewärmtes Gericht vom Vortag: Kennt man schon und ist nicht so gut wie gestern.
Nachdem ich von ¿Spellshop¿ so begeistert war, wollte ich unbedingt die Geschichte von Caz` Schöpferin Terlu lesen.Ähnlich wie der Vorgänger hat ¿The Enchanted Greenhouse¿ ein ruhiges und gemütliches Tempo. Die Geschichte ist nach dem gleichen Rezept wie ¿Spellshop¿ aufgebaut, was zu erwarten, aber an manchen Stellen überdeutlich war: Vermeintlich perspektivlose Protagonistin landet auf einer Insel deren Bewohner:innen (und ein Bewohner ganz besonders) dringend magische Unterstützung brauchen.Während ich die Figuren in ¿Spellshop¿ sehr sympathisch fand, bin ich mit Terlu nicht richtig warm geworden. Ich verstehe, was für eine Figur die Autorin mit ihr schaffen wollte, jedoch wirkte Terlu auf mich bis zum Schluss wie eine Nebenfigur in ihrer eigenen Geschichte. Deshalb empfand ich das Verhältnis von ihr und Yarrow auch etwas schwierig. Terlu macht sich permanent abhängig von Yarrows Zuneigung, denkt über seine Bedürfnisse und Wünsche nach und wie sie ihn dabei unterstützen kann ¿ und genau dafür mag er sie. Das war nach Kiela und Larran aus ¿Spellshop¿ einfach ernüchternd. Aufgefallen ist mir auch die permanente Verwendung von Ausrufezeichen in Terlus Gedanken. Das hat mich irgendwann nur genervt.Den Plot empfand ich leider auch als deutlich dünner. Zwar gibt es einige neue magische Wesen und den Entwurf der Insel mit den vielen Gewächshäusern fand ich sehr gemütlich, aber vor allem in der Mitte dreht sich die Handlung viel um sich selbst. Die letztliche Lösung zur Rettung der Gewächshäuser wirkt etwas plötzlich, fast schon wie ein Deus ex Machina und weniger wie etwas, auf das lange hingearbeitet wurde.Nach dem tollen Einstieg in die Reihe bin ich von ¿The Enchanted Greenhouse¿ etwas enttäuscht. Dem dritten Band werde ich aber trotzdem eine Chance geben, da die Geschichten unabhängig voneinander sind und ich das Worldbuilding wirklich liebevoll gemacht finde.