Ja, nein, vielleicht von Doris Knecht hat mir insgesamt ganz gut gefallen, auch wenn es für mich kein besonderes Highlight war.Im Mittelpunkt steht eine Frau Mitte 50, deren Kinder inzwischen aus dem Haus sind und die eigentlich ihr ruhiges Leben zwischen Stadt und Land genießt. Dann taucht plötzlich Friedrich wieder in ihrem Leben auf, ein Mann aus ihrer Vergangenheit. Gleichzeitig beschäftigt sie ein Zahnproblem, das sie zunehmend mit dem eigenen Älterwerden und der Endlichkeit konfrontiert. Ich fand das Buch insgesamt sehr leicht und locker zu lesen. Es ist eine Geschichte, bei der man nicht besonders aufmerksam sein muss und die sich deshalb für mich gut zum Lesen zwischendurch eignet. Die Themen rund um Beziehungen, Freundschaft, das Älterwerden und die Frage, ob man sein eigentlich zufriedenes Leben noch einmal verändern möchte, fand ich durchaus interessant. Etwas genervt hat mich allerdings die Zahngeschichte. Die Schmerzen waren mal da, mal wieder nicht und wurden für mein Empfinden immer wieder etwas unvermittelt in die Handlung eingestreut. Dadurch konnte ich diesen Teil der Geschichte nicht immer richtig nachvollziehen.Insgesamt war es für mich deshalb eine nette Unterhaltung für zwischendurch, aber eben auch nicht mehr. Ich habe das Buch gerne gelesen, aber es hat bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.