Edie Lane wagt es in Irland ihren Traum in Frankreich zu arbeiten nachzugehen. Nachdem sie ihre Mutter mit pflegte ist es nun an der Zeit für sie, sich ihrer Zukunft und ihrer Träume zu stellen.
So antwortet sie auf eine online Anzeige, in der für eine Bäckerei in Paris eine stellvertretende Filialleiterin gesucht wird, die zwingen fließend Englisch spricht.
Prompt bekommt sie die Zusage und ihr Abenteuer startet. Kaum in Paris eingetroffen muss sie erkenne, das die Bäckerei nicht im Herzen von Paris zu finden ist, nein sie ist in der Rue de Paris in dem Ort Compiègne.
Der Empfang ihrer Chefin hätte etwas freundlicher ausfallen können, aber schon bald lernt Edie nicht nur Bewohner der Stadt kennen, sonder auch mehr über dessen Geschichte. Und auch hinter ein magische Geheimnis der Bäckerei kommt sie bald.
Mich hat diese Geschichte der Autorin wieder einmal ganz wunderbar entführt.
Die Geschichte deckt viel mehr Themen ab, als ich anfangs dachte. Zum einen geht es um Neuanfänge, herauszufinden was man möchte und einen glücklich macht, neue Freunde zu finden, sich zu verlieben, aber wir lernen auch viel über die Vergangenheit. Die Besetzung der Nazis spielt eine Rolle und was sich damals im Ort abgespielt hat und noch heute Einfluss hat. Man erfährt auch für mich interessante geschichtliche Fakten zu dem Ort Compiègne.
Edie fand ich eine spannende Figur. Wie sie in Paris ankommt und total fertig ist fand ich gut geschrieben. Da habe ich mich noch gefragt, wie es mit ihr weitergehen soll. Wie sie sich in Frankreich weiter entwickelt, selbstsicherer wird fand ich schön geschrieben und sie auf dieser Reise zu begleiten habe ich gerne gelesen.
Madame Moreau, die anfangs recht ruppig wird so kennen zu lerne, ihre Vergangenheit und die Magie der Bäckerei mit ihr zu ergründen hatte ich so nicht erwartet. Diesen Charakter habe ich schon bald ins Herz geschlossen.
Auch die anderen Bewohner des Ortes, die Freundschaften, der Zusammenhalt fand ich gut beschrieben.
Die Handlung im 2. Weltkrieg hatte ich so nicht erwartet, hat sehr ernste Themen angesprochen.
Es gab einen Ausspruch, der mich sehr bewegt hat.
Wir dürfen nicht vergessen, Edith. Ansonsten wären Tausende Menschen, die ihr Leben geopfert haben, um ihre Mitmenschen zu schützen, umsonst gestorben.
Trotzdem finde ich die Liebesgeschichte, die entstehenden Freundschaften sorgen hier nicht nur für Schwere, sondern bringen einen tollen Ausgleich.
Auch der Hauch Magie, der hier eingebaut wurde, fand ich ganz wunderbar und berührend.
Wieder einmal konnte mich die Autorin überzeugen und ich habe die Geschichte gerne gelesen.