Mit Dunbridge Academy Whenever entführt uns Sarah Sprinz erneut an das schottische Internat, das mit seinen Freundschaften, Geheimnissen und Liebesgeschichten einfach eine ganz besondere Atmosphäre hat. Ich habe mich sehr darauf gefreut, wieder an die Dunbridge Academy zurückzukehren, und wurde nicht enttäuscht!
Diesmal stehen Elsa und Oscar im Mittelpunkt. Beide haben mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen und versuchen, den Erwartungen ihres Umfelds gerecht zu werden. Besonders der sportliche Leistungsdruck spielt eine große Rolle. Dabei wird schnell deutlich, dass hinter dem Ehrgeiz und dem Wunsch, immer funktionieren zu müssen, oft viel mehr steckt, als andere auf den ersten Blick erkennen können.
Elsa fand ich als Protagonistin besonders interessant. Sie ist ehrgeizig, selbstbewusst und manchmal auch ziemlich stur. Nicht jede ihrer Entscheidungen konnte ich sofort nachvollziehen, aber gerade das hat sie für mich authentisch gemacht. Sie ist eben nicht perfekt, sondern eine junge Frau, die selbst noch herausfinden muss, was sie wirklich möchte und wie sie mit Rückschlägen umgehen kann.
Oscar hingegen hat mich vor allem mit seiner verletzlichen Seite berührt. Er trägt einiges mit sich herum und versucht gleichzeitig, nach außen möglichst stark zu wirken. Gerade seine inneren Konflikte fand ich emotional und nachvollziehbar dargestellt.
Was mir besonders gefallen hat, war die Entwicklung zwischen den beiden. Ihre Beziehung entsteht nicht einfach aus dem Nichts, sondern entwickelt sich durch gemeinsame Gespräche, gegenseitiges Verständnis und die Erkenntnis, dass man nicht immer alles alleine schaffen muss. Die ruhigeren Momente zwischen ihnen mochte ich dabei fast noch lieber als die romantischen.
Auch das Internatssetting hat mir wieder unglaublich gut gefallen. Die Freundschaften, der Schulalltag und die verschiedenen zwischenmenschlichen Konflikte sorgen dafür, dass die Geschichte nicht ausschließlich von der Liebesbeziehung lebt. Besonders schön fand ich, dass auch die persönlichen Entwicklungen der Figuren genügend Raum bekommen.
Sarah Sprinz schafft es, ernste Themen mit einer emotionalen Liebesgeschichte zu verbinden, ohne dass sich alles nur um die Romantik dreht. An manchen Stellen hätte ich mir zwar gewünscht, dass die Charaktere früher miteinander sprechen, statt ihre Probleme mit sich selbst auszumachen, aber gleichzeitig gehört genau das zu ihrer Entwicklung.
Mein Fazit: Whenever ist eine gefühlvolle Geschichte über Liebe, Freundschaft, Leistungsdruck und den Mut, sich anderen gegenüber verletzlich zu zeigen. Elsa und Oscar haben mich mit ihren Unsicherheiten und ihrer Entwicklung berührt. Für mich eine wunderschöne Rückkehr an die Dunbridge Academy, die mich emotional mitnehmen konnte und noch einmal gezeigt hat, warum ich dieses Setting so gerne mag!