Wenig Tiefe, aber ein starker Schreibstil. Ein unterhaltsamer Read für zwischendurch.
Schon das Cover von Shotguns & Champagner hat mich neugierig gemacht. Es verspricht genau die Mischung aus Wildwest-Atmosphäre, Gefahr und Romantik, die auch der Klappentext andeutet. Eine Journalistin, die undercover auf einer Ranch ermittelt? Das klang nach einer richtig spannenden Idee. ¿Der Einstieg hat mich direkt abgeholt. Man wird mitten ins Geschehen geworfen und der flüssige Schreibstil von Carolina Sturm macht es leicht, durch die Seiten zu fliegen. Besonders die Beschreibungen der Landschaft und der Ranch haben mir gefallen, denn die Atmosphäre konnte die Autorin wirklich gut einfangen. ¿¿Leider konnte die Geschichte dieses Tempo für mich nicht durchgehend halten. Die Handlung spielt innerhalb weniger Tage, wodurch viele Entwicklungen etwas zu schnell passieren. Gerade bei Maddie und Wes hätte ich mir mehr Zeit gewünscht, damit ihre Beziehung und ihre Entscheidungen nachvollziehbarer wirken. Manche Wendungen fühlten sich für mich etwas erzwungen an und auch die Charaktere blieben trotz interessanter Ansätze eher oberflächlich.Positiv fand ich, dass Wes' Perspektive später mehr Einblick in seine Gedanken gibt. Dadurch bekommt seine Figur mehr Tiefe. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass einige Konflikte dadurch zu schnell gelöst wurden und wichtige Entwicklungen etwas verloren gingen.Das Finale war spannend, konnte mich aber nicht ganz überzeugen, da plötzlich Nebenfiguren eine sehr große Rolle einnehmen und die eigentlichen Hauptfiguren teilweise eher reagieren als handeln.Insgesamt hatte Shotguns & Champagner für mich einige starke Momente: ein tolles Setting, ein angenehmer Schreibstil und eine interessante Grundidee. ¿ Trotzdem fehlte mir etwas Tiefe bei den Charakteren und der Handlung. Für einen entspannten Sommer-Read zwischendurch funktioniert die Geschichte aber gut. ¿