Freja und Nicolaj helfen ihrem Freund Mads bei der Eröffnung seiner Bar. Die beiden können sich nicht ausstehen, müssen aber dennoch zusammenarbeiten. Schon bald erkennen sie, dass der andere ganz anders ist als gedacht und jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat.
Mit Nicolaj und Freja habe ich mich vor allem am Anfang etwas schwer getan. Da sie sich nicht mögen, erzählen sie sich nichts privates. Das ist verständlich, dann sollte man aber nicht sauer sein, wenn das Gegenüber etwas sagt, was einen verletzt, weil die Person nicht Bescheid weiß. Bei Freja hat mich zusätzlich die Sache mit ihrem Freund gestört. Dazu werde ich nicht allzu viel sagen, ich habe mich jedoch oft gefragt, wie wenig Wert sie in ihren Augen eigentlich hat. Mit der Zeit hat sich das Verhältnis zwischen Freja und Nicolaj verbessert und sie haben sich einander geöffnet. Das habe ich schön gefunden und mir haben ihre Entwicklungen gut gefallen.
Die Handlung ist nicht schlecht. Das Vorbereiten der Bar spielt zwar eine Rolle, doch das Privatleben der beiden Protagonisten steht stärker im Vordergrund. Beide haben es zu Hause nicht immer leicht und versuchen, die Familie zusammenzuhalten und niemanden zu enttäuschen. Es gibt einige Entwicklungen, die mich überrascht haben und das Ende hat mir sehr gefallen. Auch dieser Band bietet Tiefe. Es geht um Erwartungen, sowohl die anderer als auch die an sich selbst, und darum, man selbst zu sein. Auch wenn diese Themen wichtig sind, haben sie mich persönlich weniger interessiert als die Themen aus dem ersten Band.
Der Schreibstil ist gut. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und da es sowohl Kapitel aus der Sicht von Freja als auch Nicolaj gibt, kann man ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man bereits den ersten Band gelesen hat und mochte. Aber auch, wenn man eine fesselnde Romance mit einem schönen Setting und Tiefe lesen möchte, ist man hier richtig.