Alvas Mutter hat ein altes Bootshaus gekauft und möchte es in ein Café verwandeln. Für Alva kommt das jedoch zur falschen Zeit, denn sie will endlich herausfinden, wie es vor fast 1.000 Tagen wirklich zum Tod ihres Vaters kam. Die Ungewissheit lässt sie nicht los.Immer wieder taucht in ihrer Nähe eine schwarze Katze auf. Als Alva erfährt, dass auch ihr Vater diese Katze kurz vor seinem Tod gesehen hat, beginnt sie nachzuforschen. Dabei stößt sie auf ein unheimliches Muster: Die Katze erscheint stets in Verbindung mit einem Kind und einer stummen Mutter - deren Identität sich offenbar immer wieder ändert. Und genau das scheint sich nun zu wiederholen.Alva vertraut sich schließlich ihren besten Freunden an. Gemeinsam machen sie sich daran, das Rätsel um die Katze, das geheimnisvolle Mädchen und dessen schweigende Mutter zu lösen. Stück für Stück setzen sie die Hinweise zusammen und kommen dabei einer Wahrheit näher, die enger mit Alvas Vater verbunden ist, als sie zunächst ahnt. Je tiefer sie graben, desto deutlicher wird, dass Vergangenheit und Gegenwart untrennbar miteinander verwoben sind - und dass die Katze mehr ist als nur ein schlechtes Omen.Im ersten Band empfand ich Alva noch als etwas seltsam und war der Geschichte gegenüber eher kritisch eingestellt. Inzwischen sehe ich sie jedoch ganz anders und finde sie ausgesprochen sympathisch. Rückblickend lag mein Eindruck vermutlich an Heide und ihrer Perspektive auf Alva.Dieses Mal hat mich die Geschichte richtig gepackt. Ich habe intensiv mitgerätselt, Theorien aufgestellt und lag mit meinen Vermutungen stellenweise sogar richtig. Die Grundstimmung ist emotional und zugleich unheimlich. Für jüngere Kinder könnte das stellenweise zu viel sein, da Themen wie Verlust und Grusel eine zentrale Rolle spielen. Ich würde das Buch daher eher Jugendlichen oder Kindern empfehlen, die mit solchen Inhalten umgehen können. Letztlich können Eltern wohl am besten einschätzen, ob die Geschichte für ihr Kind geeignet ist.