Die ersten Seiten sind der absolute Pageturner und man verfolgt atemlos und in Sorge, wie Marissa ihren Sohn verliert...Milo war nach der Schule mit seinem Freund Jacob zum Spielen verabredet, so hatte es Jacobs Mutter Jenny mit Marissa per Textnachricht vereinbart und Jenna gab Marissa, die neu in der Stadt war, die Adresse, wo sie später Milo abholen könnte.Als Marissa bei dieser Adresse auftaucht, sind da weder Jenny, noch deren Nanny noch die zwei spielenden Jungs... Die Adresse gehört zu einer völlig unbeteiligten, ahnungslosen Person.Bis hierhin mega spannend!Und dann flacht der Thriller ab, immer weiter rutscht er aus diesem Genre heraus und ist für mich einfach nur noch eine Geschichte, die ziemlich langatmig erzählt wird. Auch Wendungen haben mich nicht aufgeputscht.Im weiteren Verlauf suchen natürlich alle nach Milo und sofort wird Jennys Kindermädchen Carrie verdächtigt, die auch verschwunden ist und zudem an der Schule beim Abholen eines, übrigens ganz anderen Jungen, gesehen wurde. Milo ist vier Jahre und geht schon in die Schule?! Ist hier die Übersetzung falsch?Während der Ermittlungen durch Polizei und eigene Initiative lernt man Hintergründe und das Leben beider Familien um Jenny und Marissa kennen, wo auch nicht alles Gold ist was glänzt, sowie auch die Mutter und den Stiefvater von Carrie, die aus zerrütteten Verhältnissen kommt. Dementsprechend hat Carrie Jenny bei der Bewerbung um die Stelle als Nanny großartiges vorgespielt und die Wahrheit verändert.Die Lebensgeschichten der Protagonisten sind relativ langweilig und tragen nicht zur Spannung bei.Die Kapitel sind in verschiedene Personen- und Zeitebenen unterteilt.Insgesamt hat das Buch mich also eher enttäuscht. Die Idee hätte sicher viel spannender umgesetzt werden können.