Wie immer mehrheitlich spannend, aber nicht immer ganz stimmig
Freida McFadden kann eines definitiv: dafür sorgen, dass ich weiterlese. Auch "Die Psychiaterin" lässt sich unglaublich flott lesen, die kurzen Kapitel funktionieren wie gewohnt bestens und durch die beiden Zeitebenen und die Tonbandaufnahmen wollte ich natürlich wissen, was damals tatsächlich passiert ist.Die Grundidee mit dem eingeschneiten Haus und der verschwundenen Psychiaterin mochte ich sehr. Gerade aus dieser Atmosphäre hätte für meinen Geschmack allerdings noch etwas mehr herausgeholt werden können. Zwischendurch fehlte mir ein wenig die Spannung, die das Setting eigentlich versprochen hatte.Mein grösster Stolperstein waren diesmal einige Entwicklungen und Entscheidungen der Figuren. Nicht unbedingt, weil sie unmöglich wären, sondern weil sie für mich nicht immer ganz mit dem zusammenpassten, wie die jeweiligen Personen zuvor dargestellt wurden. Manches wirkte dadurch etwas stärker auf die gewünschte Wendung hingebogen, als mir lieb war. Auch rückblickend blieben für mich ein paar Fragezeichen, bei denen ich lieber gedacht hätte: "Ach sooo!", statt: "Moment mal ..." Unterhaltsam war es also definitiv, nur eben für mich nicht einer ihrer stärksten Thriller.Eigentlich wären es 3,5 Sterne. Da LovelyBooks aber keine halben Sterne kennt, werden es diesmal 3.