Ein dichter Thriller, der teilweise jedoch etwas unübersichtlich war.
Sowohl das Cover als auch der Klappentext fielen mir ins Auge, und da mir die letzten beiden Thriller des Autors gut gefallen haben, zog auch "Falls mir etwas zustößt" von Alex Finlay, erschienen bei Goldmann und übersetzt von Leo Strohm, bei mir ein.Alex Finlay kann schreiben und machte mich von der ersten Seite an neugierig auf die Geschichte rund um Alison, die vor Jahren bei einem Date mit ihrem Freund Ryan entführt wurde. Die Eröffnungsszene war düster und geheimnisvoll, sodass ich unbedingt erfahren wollte, was wirklich in dieser schicksalhaften Nacht geschah. Erzählt wird dieser Thriller aus verschiedenen Perspektiven und mit einem ständig wechselnden Setting. Dies war auf der einen Seite sehr interessant, aber auf der anderen auch etwas verwirrend. Die Storyline in Italien war für mich zum Beispiel sehr weit hergeholt, auch wenn ich das Setting der Toskana mag. Jedoch machte dieser Teil für mich nicht besonders viel Sinn.Alex Finlay hat auch in diesem Werk seine Protagonisten tief und umfassend ausgearbeitet. Allerdings blieben sie mir trotzdem im Verlauf der Handlung fremd. Das lag zum einen an einem Erzählstrang, der für mich äußerst weit hergeholt war, und zum anderen an der etwas wirren Erzählweise. Durch die vielen Perspektiven und den etwas unübersichtlichen Cast war es ab und zu schwer, den Überblick zu bewahren.Der Spannungsbogen war zwar gut durchdacht und wendungsreich, doch durch die etwas verwirrende Erzählweise verpuffte so mancher Überraschungseffekt.Zwar hatte "Falls mir etwas zustößt" vieles, was ich an einem Thriller liebe, doch im Großen und Ganzen blieb dieses Werk des Autors etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Trotzdem waren es am Ende 3,5 von 5 Sternen, denn der Schreibstil war fesselnd und die Charaktere sehr gut ausgearbeitet.