So fühlt sich der Sommer für mich an
Für mich das erste Buch der Autorin, aber es klang so schön leicht und das Cover versprach sommerliche Vibes und Urlaubsfeelings, da musste ich mich einfach für das Buch entscheiden. Mein "Leseurlaub" hat mich nach Cornwall geführt und mein Kopf hat ziemlich schnell eine wunderschöne Kulisse gebaut und es stellte sich direkt Wohlfühlstimmung ein. Das Setting ist einfach traumhaft schön. Sarah Fulmar schafft eine unglaublich sommerliche, warme und cozy Atmosphäre. Ich konnte das wilde Meer rauschen hören und die salzige Luft schmecken. Dieses erschaffene Kleinstadt-Feeling, die Strände von St. Ives und die liebevoll beschriebene Umgebung machen das Buch zu einer echten Wohlfühlgeschichte und schafft einen Ort, welchen man gern direkt besuchen möchte.Der Schreibstil ist locker, flüssig und modern und sorgen dafür, dass man gut durch die Geschichte kommt. Scarlett und Jonah mochte ich als Protas wirklich gern. Sie ist manchmal etwas impulsiv und nicht immer perfekt, aber genau das mochte ich an ihr und hat dafür gesorgt, dass ich mich mit ihr identifizieren konnte. Ich mochte es, ihre Unsicherheiten spüren zu können, ihre Zweifel und gleichzeitig ihren Wunsch, endlich ihren eigenen Weg zu finden. Und er wirkt anfangs eher ruhig und verschlossen, bringt aber eine Tiefe mit sich, die mich im Verlauf der Geschichte immer mehr für ihn eingenommen hat und mich an meinen Mann erinnert hat. Diese beiden haben sich so toll ergänzt und mein Herz hat ganz laut "Ja" geschriehen.Auch die Nebenfiguren - vor allem Emily, die Familie Anderson und die Menschen in St. Ives - geben der Geschichte unglaublich viel Herz und machen die kleine Community lebendig und bunt.Wer nach Herzschmerz und tiefen Emotionen sucht wird hier fündig, denn an Emotionen und tiefen Gefühlen hat das Buch so einiges zu bieten. Die Romance zwischen Scarlett und Jonah entwickelt sich als wunderschöne Slow-Burn-Liebesgeschichte - mit leisen Momenten, ehrlichen Gesprächen und genau dem richtigen Maß an Knistern, ohne kitschig zu werden. Es könnte hier zwar noch etwas tiefer in den Slow Burn gegangen werden, aber das war schon wirklich schön zu lesen. Das zentrale Thema rund um Neuanfang und die Frage, ob man immer den sicheren Weg gehen sollte oder lieber seinem Herzen folgt und somit ein kleines oder großes Risiko eingehen sollte, wurde sehr schön und realistisch umgesetzt. An manchen Stellen hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe oder Tempo gewünscht, deshalb sind es für mich am Ende 4 von 5 Sternen - aber definitiv eine perfekte Sommerlektüre mit ganz viel Gefühl.