Eine spannende Idee, deren Umsetzung mich nicht ganz überzeugen kann. Der Roman ist leicht zu lesen, hat spannende Ansätze, aber teilweise zieht es sich für mich.
Die Idee, dass die Königin von England eine Fae ist und Handel mit den Menschen eingeht und die Bezahlung so unterschiedlich sind, wie man kann keine Blumen mehr riechen über man verliert Fingernägel und Teile oder ganze Finger und Zehen fand ich spannend. Ob der Handel positiv für jemanden ist, lasst sich oft erst später wirklich beurteilen. Das hat mir gefallen.
Die Mehrheit der Geschichte wird aus der Perspektive von Ivy erzählt. Ihre Liebe zu ihrer älteren Schwester, die verschwunden ist, kann man greifen. Auch wie froh sie ist, als sie endlich wieder auftaucht, auch wenn sie keinerlei Erinnerung hat, was mit ihr passierte. Das die Familie so gesellschaftlich absteigt, alles in Gefahr ist, nimmt Ivy sehr gut hin. Ihre Chance ist es als mögliche Braut für den Sohn der Fae Königin, Bram, teilzunehmen.
Wir haben hier 6 junge Damen, die eigentlich debütieren wollten und nun um die Hand des Prinzen kämpfen finde ich dahingehend spannend, wie die Gruppe im Laufe der Geschichte zusammenhält. Das fand ich sehr positiv. Auch das wir mehr über jede von ihnen erfahren, warum sie sich für die Auswahl gemeldet haben, fand ich gut.
Trotzdem hat sich genau hier die Geschichte dann für mich auch gezogen. Es ist nicht wirklich viel passiert, man erfährt nicht viel über die Welt, in der einst die Tore zwischen dem Fae Reich und unserer Welt offenstanden, und nun vor Jahrhunderten geschlossen wurde. Auch Stand der Wettkampf um den Kronprinzen, die grausamen Spiele die sich die Königin ausdenkt nicht wirklich im Fokus.
Ivy ist spannend angelegt, wie sie so verzweifelt ihre Schwester sucht, wie sie alles wieder ins Lot bringen möchte für ihre Familie.
Der Fae Kronprinz Bram ist mir zu glatt. Er kommt mir oft fast wie nettes Beiwerk vor. Es geht darum eine Braut für ihn zu finden, aber dafür kommt er mir zu selten vor.
Emmett kommt mehr vor, aber auch ihn finde ich recht leicht angelegt.
Von Love Triangle kann man meiner Meinung nach nicht sprechen. Gestört hat es mich, das am Ende dann so schnell von Liebe gesprochen wurde. Die Basis dafür wurde für mich nicht ausreichend ausgearbeitet.
Dafür, das sich es an so manch einer Stelle etwas zieht, überschlagen sich am Ende die Geschehnisse und sind mir fast zu abrupt. Das war auch der Moment, wo ich viele Handlungen manch einer Person nicht mehr wirklich nachvollziehen konnte. Für mich hat es nicht ganz gepasst.
Für manch einen wird es eine böse Überraschung geben, ich hatte schon vermutet, dass uns so etwas wohl als Finale erwarten wird.
Eine spannende Idee über Fae und Menschen, die sicher ihre Liebhaber finden wird.
Ich hätte mir mehr Worldbuiliding gewünscht, mehr Dynamik und wie sich die Handlung und die Charaktere entwickeln und das Ende dann nicht so ganz schnell sich alles überschlagend.