Gewalt bei Kindern und Jugendlichen stellt auch psychomotorische Fachkräfte vor große Herausforderungen. Dabei bietet gerade die Psychomotorik eine Vielzahl von geeigneten Präventionsansätzen.
Theoretisch fundiert zeigt der Autor im ersten Teil des Buches auf, wie eng Emotionen und Handlungen sowohl nach psychomotorischem Verständnis als auch bei der Entstehung von Gewalt miteinander verbunden sind.
Auf dieser Wissensgrundlage bietet der zweite Teil Fachkräften zahlreiche praktische Impulse zur Planung, Umsetzung und Re? exion psychomotorischer Settings in der gewaltpräventiven Arbeit mit Heranwachsenden.
Zusätzlich stehen Online-Materialien für die praktische Arbeit zur Verfügung.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Einleitung 8
1 Gewaltprävention - Theoretische Grundlagen 13
1. 1 Argumente für eine psychomotorische Gewaltprävention 13
1. 2 Begriffsklärungen 16
1. 2. 1 Der Gewaltbegriff 17
1. 2. 2 Der Aggressionsbegriff 19
1. 2. 3 Der Begriff der Aggressivität 23
1. 2. 4 Die Begriffe Mobbing und Bullying 24
1. 2. 5 Die Begriffe Kriminalität und abweichendes Verhalten 25
1. 3 Erklärungsmodelle der Entstehung von Gewalt 27
1. 3. 1 Die Theorie Sozialer Desintegration (Sozialstrukturelle Perspektive) 28
1. 3. 2 Der Kreislauf von Gewalt und Missachtung (Mikrosoziologische Perspektive) 31
1. 3. 3 Gewalt als Form der "produktiven Realitätsverarbeitung" (Sozialisationstheoretische Perspektive) 35
1. 3. 4 Das allgemeine Aggressionsmodell (Integrative Perspektive) 38
1. 4 Gewaltprävention zwischen Programmatik und individueller Entwicklungsbegleitung 41
1. 4. 1 Der Begriff der Prävention 41
1. 4. 2 Prävention als Beteiligung, Befähigung und Empowerment 43
1. 4. 3 Das Modell zur Evidenzbasierung von Interventionsmaßnahmen 44
2 Psychomotorische Gewaltprävention - Theoretische Grundlagen 47
2. 1 Die Begriffe Psychomotorik und Motologie 47
2. 2 Menschenbild und Ziele der psychomotorischen Gewaltprävention 49
2. 3 Körper - Leib - Zwischenleibliche Resonanz 53
2. 4 Verkörpertes Modell von Emotionen 57
2. 5 Bedeutungsdimensionen von Bewegung 60
2. 6 Systemische Perspektiven 61
2. 7 Entwicklungstheoretische Grundlagen 65
3 Praxis der psychomotorischen Gewaltprävention - Professionelles Handeln begründen 68
3. 1 Psychomotorisches Verstehen und psychomotorischer Dialog 68
3. 2 Die Bedeutung des Spiels 74
3. 3 Die Bedeutung von Grundbedürfnissen 75
3. 4 Wirkfaktoren der psychomotorischen Gewaltprävention 80
3. 5 Prinzipien der psychomotorischen Gewaltprävention 87
4 Praxis der psychomotorischen Gewaltprävention - Prozesse gestalten 93
4. 1 Klärung von Anlässen, Anliegen und Aufträgen 93
4. 2 Psychomotorische Diagnostik 97
4. 3 Planung und Konzeption 101
4. 3. 1 Angebote für Familien 101
4. 3. 2 Angebote für Gruppen 106
4. 3. 3 Angebote für Individuen 108
4. 4 Beziehung und Stabilität, Auseinandersetzung mit Entwicklungsthemen und Re-Stabilisierung 110
5 Praxis der psychomotorischen Gewaltprävention - Erfahrungssituationen gestalten 113
5. 1 Leitfragen und Gestaltungselemente 113
5. 1. 1 Leitfragen 113
5. 1. 2 Prinzipien der körperpsychotherapeutischen Praxis als Gestaltungselemente 115
5. 1. 3 Reflexive Leiblichkeit: Zum Verhältnis von Erleben und Reflexion 121
5. 2 Themenfelder der psychomotorischen Gewaltprävention 125
5. 2. 1 Erfahrungssituationen zum Spannungsfeld von Leib-Sein und Körper-Haben 126
5. 2. 2 Erfahrungssituationen zum Spannungsfeld von Autonomie und Zugehörigkeit 143
5. 3 Auseinandersetzung mit der materialen und räumlichen Welt: Das Spannungsfeld von Kontrolle und Unverfügbarkeit 168
Ausblick 172
Literatur 174
Sachregister 182