Im Prinzip handelt es sich bei diesem Roman gar nicht um eine Fußball-Geschichte. Zwar finden 90% der Handlung in und rundum ein Stadion statt, aber das dient nur als Kulisse. (Und man kann auch keine gültigen WM-Tickets unter falschem Namen im Internet kaufen.) Es hätte auch ein Zirkus oder eine Delfin-Show sein können. Es geht schlicht um einen Entführungsfall, dessen Bearbeitung auf sehr begrenztem Raum stattfindet.
Dadurch gibt es natürlich wenig Aktion, außer vielleicht im letzten Kapitel, dafür aber sehr viel Palaver. Das liest sich ganz gut, ist jedoch auch etwas ermüdend. Mir haben die kleinen Gags gut gefallen, insbesondere der halutische Vogel und die Wurzelknollen als Wurfgeschosse, aber insgesamt hat mich der Roman nicht dauerhaft gut unterhalten. Dazu gab es einfach zu wenig Handlung.