Walter und Willy sind seit über 50 Jahren ein (Ehe)Paar und verbringen anlässlich Walter 80. Geburtstags einen Kurzurlaub im Luxushotel Palace an der Ostsee. Die beiden rüstigen Rentner langweilen sich ein wenig. Doch dann macht Walter am verregneten Morgen eine Beobachtung, die ihn an ein Verbrechen denken lässt. Und wirklich, der Bauunternehmer Helmuth Winterfeldt wird tot im Wasser der Ostsee gefunden. Nachdem der Tote laut seiner Ehefrau an Herzbeschwerden gelitten hat, ist für die Polizei klar: ein bedauerlicher Tod durch Herzinfarkt.
Doch die Polizei schenkt Walters Beobachtung keine Beachtung, weshalb sich das Paar in ein kriminalistischen Abenteuer stürzen, das sie bis nach Mallorca führen wird.
Meine Meinung:
Dieser Krimi ist vor allem eines: überzeichnet. Das Autoren-Duo Hans Meyer von Düttingsdorf und Juan Carlos Risso, im Leben selbst ein langjähriges Paar, dichtet ihren Protagonisten so ziemlich jedes Klischee, das gleichgeschlechtlich Liebenden nachgesagt wird, an: Tuntenhaftes Verhalten, Schatzi hin, Schatzi her, in die Wange zwicken, geziertes Halten eines Weinglases und so weiter. Wenn das humorvoll sein soll, bin ich die falsche Adressatin.
Ehrlich, ein Ehepaar, egal ob homo- oder heterosexuell benimmt sich nach fünfzig Jahren des gemeinsamen Lebens nicht wie frisch verliebte Teenager.
Die sogenannten Ermittlungen sind eher ein Herumstochern als echtes Ermitteln, was aber klar ist, denn die beiden sind Laien. Manches liest sie wie das Ergebnis einer Summe gelesener Kriminalromane und überbordender Fantasie von Walter und Willy. Die Auflösung ist für mich leicht vorherzusehen gewesen. Der Spannungsbogen eher flach gehalten.
Sollte es für dieses Ermittlerpaar eine Fortsetzung geben, wird die ohne mich stattfinden.
Fazit:
Dieser Krimi hat mich leider gar nicht überzeugt. Zudem ist diese Art Humor nicht die meine, daher reicht es gerade einmal für 2 Sterne..