The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley ist der erste Teil der The Flamebearer Trilogy und klang sehr vielversprechend. Finwal Erramun, genannt Finn, arbeitet im Palast und versteckt ihr wahres Sein, denn sie ist eine Hexe. Es gibt nicht mehr viele im Reich Valen und als Vampirkönig Mordric ihre Magie entdeckt, will er sie in seinen Rat aufnehmen. Doch dafür braucht sie erst einmal eine passende Ausbildung. Diese soll sie von seinem Bruder Prinz Enhart erhalten. Finn muss schnell lernen, wem sie vertrauen kann.
Im Klapptext steht, dass Mordric Finn zu einem Pakt zwingt, was aber so nicht stimmt, denn er bedroht sie überhaupt nicht, im Gegenteil. Die beiden nähern sich schnell an und es entsteht eine Romanze, die ich aber nicht gut gelungen fand. Finn ist die ganze Zeit über unglaublich naiv, deswegen hat sie auch nicht eine Sekunde hinterfragt, warum ein König etwas von ihr will. Jeder normale Mensch würde sich zwar über die Aufmerksamkeit freuen, aber sich doch auch gleichzeitig wundern, wieso ein König die Nähe zu einem sucht. Aber Finn hat sowieso alles einfach hingenommen, auch wenn ihr etwas verboten wurde. So wird sie angegriffen und vom König gerettet, dann verschwinden Personen und sie will dem eigentlich auf den Grund gehen, aber Mordric verbietet es und sie akzeptiert das. Später findet sie dennoch mit Enhart Leichen und Hinweise und wird von Mordric entdeckt und danach lässt sie es wieder, weil er das nicht möchte. Das passte null, auch weil die verschwundenen Personen und Leichen immer nur kurz vorkamen und dann war es so, als ob das alles wieder vergessen wurde, bis es wieder einmal kurz erwähnt wurde, nur um dann mit der normalen Geschichte fortzufahren, die null spannend war. Finn wurde eigentlich nur ausgebildet, lernt ihre Magie kennen und damit auch Enhart ein wenig. Dann reisen sie etwas, dann lernt sie wieder. Es kommt einfach keine Spannung auf, erst gegen Ende, aber das war dann zu wenig. Die Charaktere waren auch blass. Man hätte jeden, auch Finn, einfach austauschen können, weil sie gefühlt einfach nur da waren und nichts in die Geschichte, die eh nur so vor sich hindümpelte, einbrachten. Das fand ich sehr mau.
Ich habe auch das Ebook gelesen und irgendwas scheint damit nicht zu stimmen. Ich weiß nicht, ob das bei allen Formaten passiert oder nur meines Fehler aufwies, jedenfalls war es zwei Mal so, dass ein Kapitel mitten im Satz zuende war und da einiges fehlte. Dann kam es auch sehr oft vor, dass da der normale Text stand und plötzlich ging es ganz anders weiter, nur um dann wieder zur vorherigen Geschichte zu wechseln. Paar Seiten weiter fehlte dann das, was plötzlich reingeworfen wurde, und ich musste zurückblättern, diesen kleinen Abschnitt lesen und wieder zurückgehen, um weiterzulesen. Das fand ich sehr nervig. Für mich bekommt das Buch nur zwei Sterne.