1930 verbrennt Michail Bulgakow ein frühes Manuskript des Romans - aus Verzweiflung über die Zensur. Jahre später schreibt er ihn vollständig aus dem Gedächtnis neu, und in der fertigen Fassung ist es der Teufel, Voland, der dem Ereignis die berühmteste Zeile des Buchs gibt: »Manuskripte brennen nicht. « Voland taucht im stalinistischen Moskau auf, begleitet von einem sprechenden Riesenkater und einem Meuchelmörder. Sein schwarzmagisches Chaos legt offen, wie tief Gier und Anpassung die literarische Elite der Stadt durchdrungen haben. Parallel erzählt der Roman die Geschichte des Meisters, dessen Buch über Pontius Pilatus verboten wurde, und seiner Geliebten Margarita, die einen Pakt eingeht, um ihn zu retten - und dessen verbranntes Manuskript Voland am Ende unversehrt zurückgibt. Diese deutsche Neuübersetzung erfasst die beißende Ironie und die stilistischen Sprünge zwischen Satire und Passionsgeschichte und präsentiert Michail Bulgakows "Der Meister und Margarita" als sorgfältig editiertes eBook - den Roman, der beweist, dass ein verbranntes Manuskript nicht das letzte Wort hat.