In Deutschland wird soziale Gerechtigkeit häufig mit finanziellen Umverteilungsprogrammen, Transferleistungen und Förderpaketen gleichgesetzt. Doch eine entscheidende Grundlage gesellschaftlicher Fairness wird dabei regelmäßig übersehen: Sicherheit. Ohne verlässliche öffentliche Ordnung, ohne Schutz vor Gewalt, Vandalismus und alltäglicher Kriminalität verlieren gerade jene Menschen am meisten, die nicht über Status, Geld oder Privilegien verfügen. Innere Sicherheit ist deshalb kein Randthema der Politik, sondern die Voraussetzung für echte Chancengleichheit - und zwar viel entscheidender als die üblichen Almosen der Sozialpolitik.
Dieses Buch zeigt, warum eine konsequente, klar definierte Zero-Tolerance-Strategie keine Frage von Härte oder Symbolpolitik ist, sondern ein Gebot der Gerechtigkeit. Es beschreibt, wie der Rechtsstaat durch jahrelange Bagatellisierungstendenzen, Täterromantik und Überregulierung seine Schutzfunktion zunehmend einbüßt - und wie dadurch ausgerechnet die Schwächsten zu Verlierern werden. Es wird deutlich, weshalb moderne Gesellschaften nicht durch immer neue Gesetze, sondern durch eine konsequente Anwendung bestehender Regeln gerechter werden, und warum ein Mentalitätswandel notwendig ist, um Vertrauen in staatliche Institutionen wiederherzustellen.
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort
Einführung
Kapitel 1. Ausgangslage: Innere Sicherheit in Deutschland
Kapitel 2. Soziale Gerechtigkeit früher und heute
Kapitel 3. Mehr Sicherheit durch Zero Tolerance
Was bedeutet Zero Tolerance in der Praxis?
Die Broken-Windows-Theorie
Medaille mit zwei Seiten: Warum das Thema (zu Recht) polarisiert
Ein philosophischer Exkurs über den freien Willen
Ein Blick in die Praxis
Kapitel 4. Die juristische Perspektive warum es so ist, wie es ist
Über die Entwicklung der Straftheorien
Straf-, Strafprozess- und Polizeirecht in Deutschland
Das Problem mit der Täterzentrierung
Entkriminalisierung und Bagatellisierung sind der falsche Weg
Eine Antwort an die Kritiker
Kapitel 5. Gerechtigkeit durch Bürokratie in der modernen Gesellschaft
Die komplizierte und differenzierte Rechtsordnung: Fortschritt und Hindernis zugleich
Der Rechtsstaat sieht oft den Wald vor lauter Bäumen nicht
Vater Staat, der träge Gewaltmonopolist
Kapitel 6. Konkrete Maßnahmen der Politik
Mentalitätswandel: Es gibt keine »Kleinigkeiten«!
Keine Gnade für Wiederholungstäter
Zweite Chance für den Täter bedeutet oft Leid für ein weiteres Opfer
Täterrechte an zweite Stelle setzen
Die NEIN-Mentalität: Mildernde Umstände sind bloß gute Ausreden
Einstellung ohne Auflagen stark begrenzen
Warnschussarrest und beschleunigte Verfahren bundesweit
Härteres Vorgehen gegen das Mitführen von Messern
Abschaffung der Strafunmündigkeit bei Verbrechen
Keine Anwendung des Jugendstrafrechts bei Verkehrsdelikten
Jugendstrafrecht bei Heranwachsenden nur noch bei Ersttätern
Angriff auf die Infrastruktur statt gemeinschädlicher Sachbeschädigung
Kapitel 7. Konkrete Maßnahmen, die wir treffen können
Warum man alles Auffällige anzeigen sollte
Eigene Ausreden hinterfragen
Notruf wählen
Helfen statt filmen
Konsequent handeln
Kein falsches Mitleid haben
Früh beginnen
Fazit: Freiheit durch Konsequenz
Über den Autor
Anmerkungen