Eine atmosphärisch dichte Geschichte mit viel emotionaler Tiefe und interessanten kulturellen Aspekten
Im Zentrum der Geschichte steht das Fischermädchen Chiyo/Sayuri, das in den 1930er¿Jahren von ihrem Vater nach Kyoto verkauft wird und daraufhin die Gelegenheit erhält sich zur Geisha ausbilden zu lassen. Die Handlung erzählt von Sayuris Weg zur Geisha voller Intrigen, Rivalitäten, politischer Umbrüche und emotionaler Abhängigkeiten. Hierbei wird auch ein Fokus auf ihre Ausbildung gelegt und die Ausführungen spannen sich über Jahrzehnte, beginnend beim Vorkriegsjapan, über den Zweiten Weltkrieg bis in die Nachkriegszeit.Sayuri und ihre persönliche Entwicklung, einhergehend mit dem gesellschaftlichen Wandel, stehen klar im Fokus und sind realitätsnah mit viel emotionaler Tiefe dargestellt, was durch die Ich-Perspektive optimal unterstützt wird. Relevante Nebenprotagonisten wie z.B. Hatsumoto, Nobu, Mameha oder der Direktor bereichern die Handlung und unterstützten die Entwicklung der Hauptprotagonistin sehr gut.Wer historische Romane mit hoher emotionaler Tiefe vor einem interessanten kulturellen Hintergrund mag, wird hier fündig.Der Schreibstil ist detailreich, bildreich und unterstützt sowohl den Lesefluss als auch die dichte Atmosphäre des Buches sehr gut.Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen.