Geniales Fantasy Buch mit großartigen Charakteren und unglaublich spannendem Plot.
Corayne muss immer noch die aufgerissenen Spindeln schließen, um die Welt vor der Bedrohung durch ihren Onkel zu retten. Ich lasse den Teil wo man den Plot erklärt, mal aus, da es genug Rezensionen gibt die das tun. Er ist gut. Wirklich.Besonders gefallen hat mir im 2. Teil die weiterhin gelungene und spannende Darstellung der Charaktere, die alle, wirklich ALLE, genial sind. Allerdings gibts halt Protagonisten die der Autorin anscheinend besser gefallen haben. Einer davon ist Dom, der leider in meiner Sympathieliste absteigt, denn er ist einfach... öde. Ständig in denselben Konflikten gefangen, wenig Berührungspunkte (die etwas ändern würden) zu den anderen Gefährten, er initiiert nie mal Bindung. Hin und wieder rettet er jemanden, aber das war's auch. Anstatt eine Bindung zu Andry aufzunehmen, bleibt er eher für sich. Hin und wieder interagiert er mal mit Sorasa, doch so wirklich überspringen tut er Funke da auch nicht.Ein paar andere Dinge haben mir nicht so gefallen, zB: Ich hätte mir mehr Plot für Sigil, Charlie und Valtik gewünscht. Letzte SOLL so geheimnisvoll bleiben, ich checks, aber sie ist einfach zu cool als dass ich sie missen will. Sigil ebenfalls, sie kommt immer mal in den Szenen/Kapiteln von anderen vor, hat aber keine eigene Sichtweise bekommen.Dann Ridha. Ihr Schicksal am Ende hat mich dazu gebracht hier einen Stern abzuziehen. Sie bekommt VIEL zu wenig Aufmerksamkeit bis zu dem Punkt wo ich mich fragte, wieso sie überhaupt eingeführt wurde. Im 1. Buch war sie regelmäßig, wenn auch selten, dabei - doch hier hat sie glaub ich genau 3 Auftritte und die anderen Charaktere in ihren Kapiteln werden am Ende auch nicht abgehandelt. Wieso dann überhaupt auftauchen lassen?Was ich im 2. Teil geliebt habe: Der Spannungsbogen. Dadurch, dass man immer wieder von Erida liest, gibt es sehr viel Abwechslung. Es ist als würde man den Feind ausspionieren & dabei (zu mindestens in meinem Falle) auch Mitleid mit ihr haben. Und ihren Fall immer weiter beobachten. Hat etwas von Game of Thrones, wirklich.Noch ein Punkt den ich mir gewünscht hätte: Mehr queere Repräsentation. Ja, wir haben Charlie, aber er vermisst seinen Freund ja nur, und da er nur einer dieser Charaktere ist die IN den Kapiteln der anderen vorkommen, zählt das irgendwie nicht. Mir würde auch schon reichen wenn bei Gesprächen um Liebe und Beziehungen beide Geschlechter einbezogen worden wären - aber irgendwie geht jeder ständig nur von "Mann plus Frau" aus, niemals Bi. Das ist schon etwas schade. Die angedeutete Beziehung zwischen Corayne und Andry fand ich jedoch sehr süß und tatsächlich hab ich die auch gefühlt, so zart wie sie nach und nach ausgestaltet wird. (Fairerweise hab ich mir im Kopf Andry inzwischen zur Frau gemacht, das macht ihn für mich sehr viel spannender :'D).Letzter Punkt: Ich liebe die Freundschaft zwischen Sorasa, Sigil & Dom, die nach und nach angedeutet wird, auch wenn sie sich für mich zu sehr zieht und das buch etwas mehr Humor und Lockerheit in ruhigen Szenen vertragen könnte. Quasi ein paar Beachepisoden für die Wohlesomeness.Großes geniales Buch und trotz arschigen Cliffhängers werd ich weiterlesen, basta!