Inhaltsangabe:Kjell von Jeru, der uneheliche Sohn einer Dienstmagd und dem verstorbenen König Zoltev, ist noch immer auf der Suche nach den Volgar, die die Menschen im Land von Jeru angreifen und verschlingen. Sein König Tiras regiert das Land mit strenger Milde und gerechter Güte.Gerade kommt Kjell mit seiner Truppe in eine Wüstenstadt in Quondoon, als sie am Fuße eines Felsen eine fast leblose junge Frau entdecken. Kjell hat die Gabe des Heilers und er kann sie gerade noch vom Tor des Todes zurückholen. Ihr Name ist Sasha, ist eine ehemalige Sklavin und sie hat sein Erscheinen gesehen, denn sie hat immer wieder Visionen.Vor lauter Dankbarkeit um das gerettete Leben begleitet sie ihn fortan auf seinen Weg. Da Kjells Mission inzwischen beendet ist, will er mit seiner Truppe zurück nach Jeru City und Sasha begleitet ihn. Je länger sie bei ihm ist, desto merkwürdige ist ihm. Sie greift nach seinem Herz, das er zu schützen versucht. Immer wieder wird sie von Visionen heimgesucht, in den eine alte Feindin Kjells auftaucht.In Jeru City schließlich kann er es nicht leugnen, er hat sich in Sasha verliebt und möchte sie ehelichen. Am Abend der Verlobung taucht jedoch ein Mann auf, ein scheinbarer Bettler. Doch er ist ein Abgesandter eines entfernten Königreiches und behauptet, Sasha sei die Frau des Königs Aren und somit die Königin von Caarn.Für Kjell bricht eine Welt zusammen und er trifft eine folgenschwere Entscheidung.Mein Fazit:Während ich den 1. Teil dieser Reihe regelrecht verschlungen habe, fiel mir es bei dieser Geschichte schwerer, mich für die Protagonisten zu erwärmen. Kjell hatte ich schon kennen gelernt. Er ist Tiras' Halbbruder und sein Hauptmann. Auch er haderte lange mit seiner Gabe. Inzwischen akzeptierte er sie und setzte sie auch ein.Die Hauptfigur ist Sasha, eine junge Frau, die die Gabe der Weissagung innehat. Sie hat immer wieder Visionen von Ereignissen in der nächsten Zukunft. In einer der Visionen war in ihrem Dorf der Fluss vergiftet und machte die Menschen krank. Als sie es den Dorfältesten sagte, wollte man sie zu Tode hetzen, was auch fast geglückt wäre. Kjell fand sie schließlich und konnte sie noch gerade zu den Lebenden zurückholen. Als sie ihm schon bald ihre Geschichte erzählte, konnte es fast nicht glauben. Da sie sich im Dorf nicht mehr willkommen fühlt und als ehemalige Sklavin auch sonst kaum Rechte hat, begleitet sie ihn auf seinem Weg nach Jeru City. Sie verbringen viele Tage und Nächte zusammen und während er fast seine Launen an ihr auslässt, erträgt sie es stoisch und geduldig. Genau da ist mein Punkt: Für mich war sie einfach zu unterwürfig und zu demütig. Auch wenn ich ihr Verhalten nachvollziehen kann, so hat es mir dennoch nicht gefallen. Die Reise nach Hause hat eine Weile gedauert und das war bestimmt ein Drittel der Geschichte - es gab nicht sehr viele Höhepunkte und es zog sich für mich wie Kaugummi.Aber auch im späteren Verlauf konnte es mich nicht (mehr) erwärmen. Sie begeben sich schließlich noch einmal auf eine Reise und wieder passieren seltsame Dinge und dieses Mal lässt Kjell alles über sich ergehen. Es fühlte sich fast wie eine Wiederholung an.Die Figuren wurden klar und tiefgründig gezeichnet, haben ihre Ecken und Kanten und es wurde konsequent weiterentwickelt. Aber die Geschichte konnte mich dann nicht mehr richtig einnehmen und letztendlich war ich froh, es bis zum Ende geschafft zu haben.Die beiden Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, sie bauen nicht aufeinander auf. Dieses Mal hat Amy Harmon es einfach zu gut gemeint und mich damit leider nicht überzeugen können. Deshalb gibt es nur drei Sterne.