Eine emotionale Geschichte über Selbstbestimmung, Familie und Liebe, die ein wichtiges Thema sensibel behandelt.
Runaway von Anabelle Stehl war für mich ein schöner Abschluss der Away-Reihe und behandelt gleichzeitig ein ziemlich sensibles Thema.Miriam mochte ich als Protagonistin sehr gerne. Ihre Entscheidung, den Schwangerschaftsabbruch vor ihrer Familie geheim zu halten, konnte ich komplett nachvollziehen - vor allem, wenn man sieht, wie ihre Familie reagiert, nachdem sie davon erfährt. Diese Reaktion fand ich wirklich unfair und Miriam tat mir in dieser Situation einfach leid.Wie der Schwangerschaftsabbruch selbst thematisiert wurde, empfand ich als sensibel. Natürlich kann ich mich persönlich nicht vollständig in ihre Situation hineinversetzen, aber für mich wirkte der Umgang damit respektvoll und nachvollziehbar.Auch Elias mochte ich gerne. Dass er Miriam zunächst vor allem als beste Freundin seiner kleinen Schwester sieht, war manchmal ziemlich frustrierend. Gleichzeitig musste diese Ausgangslage irgendwie sein, damit die Geschichte zwischen den beiden überhaupt funktioniert. ¿Die bekannte Freundesgruppe wiederzusehen, mochte ich ebenfalls sehr. Gerade nach drei Bänden ist dieses vertraute Gefühl mit den Charakteren einfach schön.Für mich waren Miriams Familiengeschichte und die Romance ungefähr gleich interessant. Allerdings hatte ich bei beiden irgendwann das Gefühl, dass sie ein bisschen zu lange gezogen wurden. Insgesamt hätte die Geschichte für meinen Geschmack also etwas kompakter sein können.Das Ende fand ich dafür rund und passend - gerade als Abschluss der gesamten Reihe.¿ 3,5 von 5 Sternen