Das Setting war wirklich toll beschrieben, als Fan "klassischer" Krimis und Thriller war mir die Geschichte aber fast etwas zu idyllisch.
Worum geht's?Eigentlich genießt Pascal Chevrier sein ruhiges Dasein als Dorfgendarm. Als dann jedoch ein Weinberg abbrennt und eine weibliche Leiche aus der Asche geborgen wird, ist es vorbei mit der Ruhe - und Pascal muss nicht nur einen Mörder finden, sondern auch sein eigenes Leben retten.Meine MeinungAls großer Frankreich-Fan war dieses Buch definitiv interessant für mich, auch wenn ich bei Lokalkrimis immer ein wenig zwiegespalten bin. Rein auf das Setting bezogen war die Geschichte daher wirklich klasse gemacht, die Handlung konnte mich aber leider eher nicht überzeugen.Der Schreibstil an sich war recht angenehm zu lesen, mein Lesefluss wurde nicht durch seltsame Formulierungen gestört und auch die zahlreichen Beschreibungen, die eigentlich nicht so mein Fall sind, haben hier tatsächlich gut zur Geschichte gepasst.Das Setting war definitiv detailliert ausgearbeitet, was für Fans dieses Genres auf jeden Fall ein Pluspunkt sein dürfte. Man merkt beim Lesen, dass einiges an Recherchearbeit in diese Geschichte geflossen ist, was ich sehr gelungen finde, auch wenn mir der Handlungsbogen so ein wenig arg gemächlich vorkam.Auch der Fall an sich war für meinen Geschmack etwas zu langsam erzählt, auch wenn ich die Ermittlungen grundsätzlich spannend zu verfolgen fand. Ein wenig mehr Tempo hätte der Erzählstil für mich aber trotzdem haben können, weshalb ich mich vermutlich einfach von diesem Genre verabschieden und weiterhin bei "klassischen" Krimis und Thrillern bleiben sollte.FazitAuch wenn die Geschichte insgesamt etwas zu gemütlich erzählt fand, waren die Beschreibungen durchaus bildhaft und haben die Handlung nett eingerahmt. Wer Lokalkrimis liebt, wird hier auf jeden Fall glücklich werden, für meinen Geschmack war es dann aber doch etwas zu idyllisch, um ein wirklich spannender Krimi zu sein.Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.