Andreas Schäfer lässt zwei Kunstwelten aufeinander treffen, zwei Menschen, zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die
Mit vierzig steht Dora in London wieder da, wo alles damals in der Schulzeit für sie angefangen hat. Auf der Theaterbühne, auf den Brettern, die die Welt bedeuten. In England begann ihre Fernsehkarriere und sie hat so oft die Deutsche gespielt und immer wollte sie die Schatten aus Frankfurt abschütteln. Nach der Premiere des neuen Stücks, trifft sie zufällig auf Victor. Sie ist angetan von seiner Art und er erkennt sie nicht und redet ganz normal mit ihr. Er ist Maler und in seinem Atelier findet sie einen Zufluchtsort und kann Dora sein, die nicht von Plakatwänden lächelt und einfach als Frau wahr genommen wird. Aber kann das gut gehen? Die Schauspielerei ist ihr Lebensinhalt und ihre Leidenschaft und sie braucht auch die Aufmerksamkeit und den Trubel. Victor verkauft selten ein Bild, malt mehr für sich und strahlt eine Ruhe und Gelassenheit aus, die Dora gut tun, aber passen die zwei Welten zusammen?Andreas Schäfer lässt zwei Kunstwelten aufeinander treffen, zwei Menschen, zwei Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die ihre Päckchen mit sich herum tragen. Mit feiner Feder, genauer Beobachtungsgabe und mit viel Gespür für die besonderen Momente, erzählt er diesen letzten Akt. Das Buch hätte locker auch 400 Seiten haben können, denn seine Figuren haben viel zu erzählen und haben viel erlebt und durchlebt, aber Andreas Schäfer beschränkt sich auf das Wesentliche und das ist gut so und nimmt uns mit auf die Bühne und wir werden auch Teil eines Gemäldes. Ein ganz starkes Buch, dass lange nach hallt.