Ein atmosphärischer Küstenkrimi mit sympathischen Ermittlern, interessanten Ermittlungsansätzen und einer durchgehend spannenden Handlung.
Inhalt: Die siebzehnjährige Lotta Koopmann verschwindet nach einer Party spurlos. Zur gleichen Zeit wird auf einer einsamen Straße der junge Programmierer Jannick Molander erschossen aufgefunden. Kriminalhauptkommissarin Kristin Voss übernimmt gemeinsam mit ihrem Partner Lars Reimers die Ermittlungen. Was sind die Motive hinter den beiden Taten?Mein Leseeindruck: Dieser Küstenkrimi aus Schleswig-Holstein überzeugt vor allem durch seine dichte Atmosphäre und den klaren, flüssigen Schreibstil. Die Schauplätze an der Küste sind anschaulich beschrieben, sodass ich mir die Orte sehr gut vorstellen konnte und mich beim Lesen schnell mitten im Geschehen fühlte.Doch was steckt hinter dem Mord an Jannick Molander? Hat die Tat etwas mit der Verschlüsselungssoftware zu tun, an der der brillante junge Entwickler gearbeitet hat? Oder spielt sein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater eine Rolle, der seinen eigenen Sohn stets als Schwächling betrachtete? Im Laufe der Ermittlungen tun sich immer neue Spuren und mögliche Motive auf, die für Spannung sorgen und den Leser zum Miträtseln einladen.Auch die Figuren konnten mich überzeugen. Die beiden Ermittler Kristin Voss und Lars Reimers waren mir von Anfang an sympathisch. Sie arbeiten nicht nur professionell zusammen, sondern sind auch privat ein eingespieltes Team, was ihrer Dynamik zusätzliche Tiefe verleiht. Mit Polizist Max Paulsen gibt es zudem einen Kollegen mit recht eigenwilligen Ansichten und Sprüchen, der immer wieder für kleine Reibungen und damit für etwas Abwechslung in der ansonsten harmonischen Zusammenarbeit sorgt.Das Ende kam für meinen Geschmack etwas plötzlich und hätte gerne noch etwas ausführlicher ausfallen dürfen. Dennoch bleibt insgesamt eine spannende und unterhaltsame Lektüre.Fazit: Ein atmosphärischer Küstenkrimi mit sympathischen Ermittlern, interessanten Ermittlungsansätzen und einer durchgehend spannenden Handlung. Trotz eines etwas abrupten Endes bietet das Buch gute Unterhaltung, vor allem für Fans norddeutscher Krimis.